Weltraumvertrag

Atomwaffen im All: US-Forscher hat eine neue Idee

Ein US-Wissenschaftler hat eine Methode entwickelt, mit der sich feststellen lässt, ob Satelliten Atombomben an Bord haben.
Technik Heute
09.07.2026, 16:07
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Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) präsentiert eine bahnbrechende Idee: Ein Sensor in der Größe einer "großen Enzyklopädie" könnte künftig verräterische Neutronen aufspüren, die entstehen, wenn energiereiche Protonen auf Uran oder Plutonium treffen.

Der Nuklearwissenschaftler Areg Danagoulian erklärt, dass jedes einzelne Proton rund 40 Neutronen freisetzen würde - Größenordnungen mehr als bei herkömmlichen Satelliten. Bei einer Beobachtung aus maximal 4000 Metern Entfernung für etwa eine Woche könne man mit 99-prozentiger Sicherheit feststellen, ob ein Satellit Atomwaffen trägt.

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Wie heise online berichtet, wäre damit erstmals eine Kontrolle des Weltraumvertrags möglich, der die Stationierung von Atomwaffen im All verbietet. Die Herausforderung liegt demnach in der Konstruktion des Sensors, der die harschen Bedingungen im Weltraum aushalten muss.

Russlands verdächtiger Satellit

Die Notwendigkeit solcher Kontrollen zeigt der Fall des russischen Satelliten Kosmos 2553, der 2022 gestartet wurde. Während Russland behauptet, er diene der Aufklärung, gehen US-Behörden davon aus, dass er Komponenten für eine Nuklearwaffe an Bord hat.

Mit der Zündung einer Atomwaffe im Orbit könnten auf einen Schlag zahlreiche Satelliten zerstört werden - von Starlink-Internetsatelliten bis zu militärischen Kommunikations- und Aufklärungssystemen. Die Folgen wären katastrophal.

Druck auf Vertragsbrecher

Danagoulian zeigt sich überzeugt: Sollte seine Technik die Einhaltung des Weltraumvertrags verifizieren können, "wird das Druck auf Staaten ausüben, das Abkommen einzuhalten oder öffentlich zu machen, was sie tun". Die Einzelheiten seiner Machbarkeitsstudie hat er im Forschungsmagazin Nature veröffentlicht.

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