Lebensgefahr

Attentat! Slowakischer Regierungschef angeschossen

Medienberichten zufolge wurde der slowakische Ministerpräsident Robert Fico angeschossen. Ein Verdächtiger wurde festgenommen.

Newsdesk Heute
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    Polizisten und Sicherheitsbeamte stehen am Mittwochabend Wache vor dem Krankenhaus, in das Premierminister Fico eingeliefert wurde.
    Polizisten und Sicherheitsbeamte stehen am Mittwochabend Wache vor dem Krankenhaus, in das Premierminister Fico eingeliefert wurde.
    REUTERS

    Wie mehrere Medien berichten, wurde der Ministerpräsident der Slowakei, Robert Fico (59), in der Stadt Handlova durch Schüsse verletzt. Der Regierungschef wurde demnach in ein Spital gebracht. Laut der Nachrichtenagentur Reuters soll ein Verdächtiger bereits festgenommen worden sein.

    Zustand kritisch

    Insgesamt sollen am Rande einer Regierungssitzung vier bis fünf Schüsse gefallen sein, zwei bis drei davon sollen ihn in den Bauch und in den Arm getroffen haben.

    Laut der Zeitung "Plus jeden deň" soll es sich um ein klares Attentat gehandelt haben. Der Zustand des Premiers sei "sehr ernst". Einem Update auf seinem Facebook-Profil zufolge soll er sich eine Stunde nach der Tat immer noch in Lebensgefahr befinden. "Die nächsten Stunden werden entscheidend sein."

    Reaktionen aus Österreich

    "Der Anschlag auf das Leben meines slowakischen Kollegen Robert Fico schockiert mich zutiefst", sagt Bundeskanzler Karl Nehammer. "Erst vor wenigen Tagen haben wir telefoniert und intensiv über Sicherheitsthemen gesprochen. Ich wünsche ihm rasche und vollständige Genesung! Hass und Gewalt dürfen in unseren Demokratien nicht Platz greifen und müssen mit aller Entschlossenheit bekämpft werden!"

    Vizekanzler Werner Kogler: "Ich verurteile das Attentat auf den slowakischen Premierminister Robert Fico aufs Schärfste und wünsche ihm eine hoffentlich baldige Genesung."

    Grünen-Klubobfrau Sigi Maurer und die außenpolitische Sprecherin Ewa Ernst-Dziedzic sehen in dem Vorfall einen Beweis für die steigende Gewalt gegenüber Politikern. "Nach den zahlreichen tätlichen Vorfällen beispielsweise in Deutschland, ist das der erschreckende Tiefpunkt an demokratiefeindlichem Verhalten. Wir appellieren an alle demokratischen Kräfte, alles zu tun, um die Meinungsvielfalt und eine konstruktive politische Debattenkultur zu erhalten und zu verteidigen."

    +++ Dieser Artikel wird laufend aktualisiert +++

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      Fabian Sommer / dpa / picturedesk.com / Leserreporter
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