AUA wegen Corona-Krise tief im Minus

Die Maschinen der AUA wollen ab 15. Juni wieder abheben.
Die Maschinen der AUA wollen ab 15. Juni wieder abheben.picturedesk.com
Die Austrian Airlines sind bereits im ersten Quartal tief in die roten Zahlen gerutscht. Schon Ende März, als die Coronavirus-Pandemie Europa fest im Griff hatte, häufte die österreichische Fluglinie einen Verlust von 136 Millionen Euro an.

Unbereinigt macht das Minus sogar 197 Millionen Euro aus. "Die Pandemie hat unser Unternehmen mit voller Wucht getroffen. Dieser Schlag spiegelt sich auch im Ergebnis wider. Die vollen Auswirkungen werden wir wahrscheinlich erst in den nächsten Monaten sehen. Es ist aber schon heute absehbar, dass wir Jahre brauchen werden, um die Krise zu verdauen", erklärte Finanzchef Wolfgang Jani.

Ab 15. Juni möchte die AUA wieder abheben. Die Fluglinie hat beim österreichischen Staat 767 Millionen Euro an Finanzhilfen beantragt. Eine Einigung darüber könnte diese oder nächste Woche erfolgen. In Deutschland, wo die Lufthansa zum Überleben Milliarden vom Steuerzahler braucht, hat der Aufsichtsrat die Auflagen am Montag akzeptiert.

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Vor allem in den Wintermonaten gibt es bei den meisten Airlines weniger Buchungen, im ersten Quartal 2019 hatte die AUA zum Vergleich ein Minus von 99 Mio. Euro. Die Zahl der Passagiere sank um 27 Prozent auf 1,9 Millionen Fluggäste. 

Höhe des Verlustes unklar

Bereits Ende Jänner hatte die österreichische Flugline die Verbindungen nach China gestrichen. Am 19. März stellte sie ihren Flugbetrieb ganz ein. Die Mitarbeiter sind in Kurzarbeit, es steht ein harter Sparkurs bevor.

Die AUA wird im heurigen Geschäftsjahr auf jeden Fall einen Verlust schreiben. Wie hoch, ist noch unklar. "Wir sind gerade dabei den absehbaren Jahresverlust über Gegensteuerungsmaßnahmen so weit wie möglich zu reduzieren", so Jani. 

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