Auch Deutschland empfiehlt Mischen von Impfstoffen

Die Impfstraße im ACV (Symbolbild)
Die Impfstraße im ACV (Symbolbild)ALEX HALADA / picturedesk.com
Angesichts der raschen Ausbreitung der Delta-Variante empfiehlt nun auch die deutsche Impfkommission das Mischen von Impfstoffen.

Diese Woche kamen eine halbe Million Dosen AstraZeneca nach Österreich. Von den neun Millionen Dosen, die bisher geliefert wurden, entfallen zwei Millionen auf dieses Impfstoff. Es gibt nur ein Problem: Gegen die Delta-Variante ist er weniger wirksam.

Schützen zwei Dosen Biontech/Pfizer zu 88 Prozent vor schweren Corona-Verläufen, sind es bei AstraZeneca nur noch knappe 60 Prozent. Die Ständige Impfkommission (Stiko) in Deutschland empfiehlt deswegen, nach einer Dosis mit AstraZeneca mindestens vier Wochen später mit Biontech/Pfizer oder Moderna nachzuimpfen.

Aktuelle Studien hätten ergeben, dass die Immunantwort bei der "Kreuzimpfung" deutlich höher sei. Das gelte unabhängig vom Alter. 

Und bei uns?

"Es haben mittlerweile Studien stattgefunden, die eindeutig gezeigt haben, dass man den Impfstoff wechseln kann", sagte etwa Oswald Wagner, Vizerektor der MedUni Wien. Damit ist man nicht mehr an das Vakzin gebunden, mit dem man erstgeimpft wurde.

Bis jetzt hält das Nationale Impfgremium (NIG) aber daran fest. Europaweit gibt es hier noch keine einheitliche Empfehlung, eine Zulassung für solch eine Praxis fehlt (noch). Sollte es nach einer Kreuzimpfung zu schweren, aber seltenen Schäden kommen, ist unklar, wer haftet. Unter ausdrücklichen Wunsch beim Hausarzt kann man nach detaillierter Aufklärung aber eine Mischung der Impfstoffe veranlassen.

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