Politik

Auch die FPÖ meldet sich am 'Tag der Arbeit' zu Wort

Heute Redaktion
13.09.2021, 13:46

Gilt der erste Mai eigentlich als jener Tag, an dem die Sozialdemokratie die Errungenschaften der Arbeiterschaft zelebriert, melden sich heuer auch die Freiheitlichen zu Wort.

Für gewöhnlich ist der Rathausplatz in Wien am 1. Mai stets in Rot gehalten, gilt dieser "Tag der Arbeit" doch als insgeheimer Feiertag der Sozialdemokratie.

Doch angesichts von Corona ist 2020 alles anders. Am Freitagvormittag meldete sich Wiens Vizebürgermeister Dominik Nepp mit einer am Rathausplatz aufgenommenen Video-Botschaft an die Wiener.

Heuer gehöre der Rathausplatz allen Wienern, und nicht nur den "sozialistischen Bonzen", beginnt Nepp seine Rede. Scheinbar schon ganz im Wahlkampfmodus hält Nepp eine Wut-Rede gegen die Wiener SPÖ. Diese habe in den letzten Jahren illegale Migranten in die Stadt geholt und ihnen "Sozialgeld in den Rachen gestopft".

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Nepp wettert gegen Stadt- und Bundesregierung

Die Arbeiter und die Angestellten habe sie dabei verraten. Heuer sei die Situation angesichts von rund 600.000 Arbeitslosen und 1,2 Millionen Beschäftigten in Kurzarbeit besonders schlimm, spannt Nepp den Bogen auf die Bundespolitik, um sich in weiterer Folge auch an der Bundesregierung abzuarbeiten.

Denn die Maßnahmen der "machtgierigen Minister-Clique rund um Sebastian Kurz" seien "viel gefährlicher, als dieses Virus jemals war", lässt Nepp seine Zuhörer wissen. Altbewährt ist auch die freiheitliche Strategie, das Thema Asyl zu erwähnen, denn "im Schatten der ganzen Corona-Krise ist auch die Zahl der Asylanträge um 15 Prozent angestiegen", warnt Nepp.

Auch Hofer und Kickl am Wort

Im weiteren Verlauf der Rede kritisiert der Lokalpolitiker, dass die Regierung einen Überwachungsstaat vorangetrieben habe und viele nun vor wirtschaftlichen Schwierigkeiten stünden.

Nepp ist übrigens nicht der einzige FPÖ-Politiker, der sich am heutigen Feiertag äußert. Für 11 Uhr kündigt die FPÖ auf ihrer Facebook-Seite einen Livestream an, bei dem sowohl Parteichef Norbert Hofer als auch Klubobmann Herbert Kickl zu Wort kommen werden.

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