Auch Franziskus-Spital rüstet gegen Corona auf

Die Wiener Spitäler rüsten auf: Neben dem Krankenhaus "Göttlicher Heiland" macht auch das Franziskus-Spital in Margareten Platz für Covid-Patienten.
Die Wiener Spitäler rüsten auf: Neben dem Krankenhaus "Göttlicher Heiland" macht auch das Franziskus-Spital in Margareten Platz für Covid-Patienten.iStock (Symbolbild)
Plus 1.427 Coronafälle in Wien: Die Zahlen steigen weiter und die Spitäler rüsten auf. Nun macht auch das Franziskus-Spital Platz für Covid-Patienten.

Die Corona-Infektionen steigen auch in Wien immer weiter an, "Heute" hat berichtet. Innerhalb der letzten 24 Stunden kamen 1.427 Neuinfektionen dazu. Die hohe Zahl erklärt sich aber auch dadurch, dass aufgrund von technischen Problemen mit dem Epidemiologischen Meldesystem des Bundes (EMS) Nachmeldungen von zwei Laboren in Wien dazugerechnet wurde.

Dennoch bleibt die Sorge eines Bettenengpasses in den Spitälern bestehen. Bereits im Sommer erarbeitete die Stadt Wien, der Gesundheitsverbund und die Privatspitäler einen Stufenplan, um die Versorgung für Covid-Patienten in den Krankenhäusern sicherzustellen, wir haben berichtet. Im Bereich der Normalbetten ist mittlerweile Stufe 5 der ingesamt sechsstufigen Skala erreicht, bei den Intensivbetten (derzeit werde 141 Patienten auf Intensivstationen betreut) die Stufe 4.

Innere Medizin macht Platz für Corona-Patienten

Für die Wiener Spitäler bedeutet das nun Aufrüsten. Neben dem Krankenhaus "Göttlicher Heiland" (Hernals) macht auch das Franziskus-Spitalin Margareten Platz für Covid-Patienten. Das Franziskus-Spital ist eines der sieben Wiener Ordensspitäler, die der Stadt in dieser kritischen Phase der Gesundheitskrise als zuverlässiger Versorgungspartner zur Seite stehen. Seit dem Erreichen der Stufe 5 des Wiener Stufenplans am 9. November behandelt das Franziskus-Spital nun direkt Covid-Patienten. Dazu wurde am Standort in Margareten eine gesamte Station der Inneren Medizin mit zwölf Betten zur COVID-Station umgerüstet.

Patienten, die COVID überstanden haben, werden bereits seit mehreren Wochen an beiden Standorten versorgt. Vor allem die beiden Akutgeriatrien in Margareten und in der Landstraße sind im Einsatz die Nachsorge und Remobilisation zu gewährleisten. Diese Versorgung wird erweitert und entlastet die Covid-Schwerpunkt-Spitäler, vor allem die Klinik Favoriten und die Klinik Ottakring. Ein Aufwachraum des Franziskus-Spitals wurde zu einer Intensivstation umgerüstet und bietet damit drei zusätzliche Intensivbetten für COVID-Patienten.

Umschichtung bei Personal sichert Versorgung auch bei steigenden Zahlen

Laut dem Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) war die Personalplanung Teil der Erarbeitung des Stufenplans. Es ging also nicht nur um die Frage, wo man im Bedarfsfall zusätzliche (Intensiv-)Betten bereitstellen kann, sondern auch, ob es genug Personal gibt, um die Betreuung der Patienten sicherzustellen.  

In der Endausbaustufe 6 können die Stadt und die Privatspitäler ingesamt 320 Intensivbetten bereitstellen. Das Personal zur Betreuung sei da, müsse aber gegebenenfalls – etwa durch temporäre Schließung von Normalstationen – umgeschichtet werden. Das ist etwa auch im Krankenhaus "Göttlicher Heiland" geschehen. "Durch die Umschichtung haben wir ausreichend Personal, um sowohl Covid- als auch Nicht-Covid-Patienten zu betreuen", heißt es im Krankenhaus auf "Heute"-Anfrage. Sollten weitere Änderungen im Zuge der Stufe 6 nötig werden, so gebe es dafür ausreichend Kapazitäten.

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