Oberösterreich

Auch rote Stadt Linz kaufte Masken bei VP-Mann

Die Affäre um einen ÖVP-Netzwerker, der Corona-Schutzkleidung an das Land verkaufte, ist eine Facettet reicher. Auch die Stadt Linz kaufte bei ihm. 
24.06.2020, 09:54

Im großen Stil, nämlich in einem Wert von 4,5 Millionen Euro, hat der ÖVP-Netzwerker Walter Schnauder Masken, Handschuhe, Überziehschuhe und OP-Kittel an das Land Oberösterreich verkauft. Vor allem die SPÖ Oberösterreich kristisiert den Deal teils heftig.

Die Preise von Schnauder seinen teilweise sehr hoch gewesen, zudem sorgt seine Nähe zur ÖVP für Kritik. Das Land, die Gesundheitsholding und Schnaduer wiesen alle Vorwürfe zurück.

Alles sei sauber, die Preise seien deshalb ao hoch gewesen, weil sie auch am Weltmarkt in der Corona-Krise in die Höhe schnellten (wir berichteten). Am Donnerstag ist das Geschäft dennoch Thema im Finanzausschuss des Landes Oberösterreich.

5.500 Masken gekauft

Nun ist die ganze Geschichte eine Facette reicher. Denn, wie nun bekannt wurde, hat auch die Stadt Linz bei Schnauder eingekauft. Genauer: Ein Seniorenheim der Stadt hat über eine Partnerfirma von Schnauder – und die gehört brisanterweise einem ehemaligen SPÖ-Kommunalpolitiker (Ersatzgemeinderat im Bezirk Linz-Land) – 5.500 Masken gekauft.

Das bestätigt auch SPOÖ-Gesundheitssprecher Peter Binder. Allerdings stellt er auch fest: "Das ist nicht das Gleiche wie Millionenaufträge." Konkrekt ging es bei dem Geschäft der Stadt Linz um eine Gesamtsumme von 5.000 Euro.

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