Auch TS würde Griss als Bundespräsidentin unterstützen

Die Chefin der Hypo-Kommission und Ex-Höchstgerichtspräsidentin, Irmgard Griss, will für die Bundespräsidentschaftswahl 2016 kandidieren.
Die Chefin der Hypo-Kommission und Ex-Höchstgerichtspräsidentin, , will für die Bundespräsidentschaftswahl 2016 kandidieren.

"Wenn sich eine zivilgesellschaftliche Initiative bildet", so würde sie kandidieren, sagte Griss am Mittwoch in der ZIB um 13 Uhr. Ihre Bereitschaft hinge nicht davon ab, ob die Großparteien auf einen eigenen Kandidaten verzichten. Nicht vorstellbar ist es für Griss, für eine Partei anzutreten. Unterstützer für den Wahlkampf hätte sie bereits.

FPÖ und Neos haben eine überparteiliche Kandidatur von Griss am Mittwoch befürwortet. FPÖ-Chef Heinz Christian Strache sagte am Montag gegenüber Ö1, er freue sich grundsätzlich, dass Griss öffentlich ihr Interesse bekundet habe. Ob die Blauen Griss unterstützen oder einen eigenen Kandidaten aufstellen, werde aber der Parteivorstand entscheiden.

Was Griss für Strache attraktiv macht: Es habe noch nie ein überparteiliches Staatsoberhaupt gegeben, insofern könne mit Griss die Tradition der bisher stets von SPÖ und ÖVP abonnierten Funktion aufgebrochen werden. Als möglicher FPÖ-Kandidat wird regelmäßig Rechnungshof-Präsident Josef Moser genannt. "Ich habe mit ihm noch nicht persönlich darüber gesprochen", sagte Strache.

Auch das Team Stronach kann sich eine Unterstützung einer überparteilichen Kandidatin vorstellen.

Gegen eine Unterstützung durch die FPÖ hätte die als unabhängig antreten wollende Griss nichts. "Wenn mich jemand unterstützt, heißt das ja nicht, dass ich automatisch das Denken und die Einstellung dieser Person übernehme", sagte die Juristin am Montag im "Ö1-Interview".

Von 2003 bis 2013 war Griss Mitglied des Universitätsrats der Universität Graz, von 2005 bis 2010 dessen Vorsitzende. In den Jahren 2010 und 2011 war sie Präsidentin des Netzwerks der Höchstgerichtspräsidenten der Europäischen Union. Sie ist Mitglied und Sprecherin des Senats des European Law Institute. Die Österreichische Akademie der Wissenschaften hat sie 2010 als Ehrenmitglied aufgenommen.

Seit 2008 Ersatzmitglied des Verfassungsgerichtshofes. Nominiert vom Bundesrat. Im März 2014 wurde Griss vom damaligen Finanzminister Michael Spindelegger mit der Leitung einer Untersuchungskommission zur Causa Hypo Alpe Adria beauftragt. Deren Abschlussbericht wurde im Dezember 2014 vorgelegt.

Griss ist mit einem Anwalt verheiratet, hat zwei Söhne und lebt in Graz.
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