Auch Vapiano Österreich meldet Insolvenz an

Nach der Insolvenz der deutschen Restaurantkette Vapiano Ende März hat auch die Österreich-Tochter am Donnerstag ein Sanierungsverfahren beantragt.

Basta mit Pasta! Nach der Insolvenz der deutschen Restaurantkette Vapiano Ende März ("Heute" hat berichtet) hat jetzt auch die Österreich-Tochter ein Sanierungsverfahren beantragt. Betroffen sind 14 Vapiano-Standorte und 700 Mitarbeiter.

Mit Expansion übernommen

Die Insolvenz sei eine "direkte Konsequenz aus dem Insolvenzverfahren von Vapiano Deutschland und ist nicht durch die österreichische Organisation verursacht", erklärte das Unternehmen am Donnerstag in einer Aussendung. Seit dem Börsengang vor zwei Jahren hat die Vapiano-Aktie mehr als 80 Prozent ihres Wertes eingebüßt. Man habe dennoch zuletzt aufgrund einer neuen Speisekarte mit stärkerem Fokus auf vegane Gerichte und größerer Auswahl zusätzliche Kundengruppen erschließen können.

Jahrelang florierte das Geschäft mit Pizza und Pasta, doch bei der globalen Expansion übernahm sich das Unternehmen. So kam es etwa zu einem geplatzten Verkauf des US-Geschäfts, weil der potenzielle Käufer, die Vapiano Holding in Kalifornien, keine Finanzierung des Kaufpreises vornehmen konnte. Auch in Schweden scheiterte das Konzept der Kette.

Man wolle künftig stärker auf Franchisenehmer setzen, die Expansion verlangsamen, defizitäre Läden schließen, die Wartezeiten durch eine schlankere Speisekarte verkürzen, heißt es aus Aktionärskreisen. Drei Franchise-"Vapianos", zwei in Innsbruck und eines in Linz, mit insgesamt 150 Mitarbeitern sind vom Sanierungsverfahren nicht betroffen.

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