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Auch Zverev schießt nach Ausschlüssen gegen Wimbledon

Russische und belarussische Tennisspieler dürfen beim Klassiker in Wimbledon nicht aufschlagen. Die Kritik daran wird immer lauter. 
Heute Redaktion
22.04.2022, 17:55

Nach der russischen Invasion in der Ukraine gaben die Veranstalter des dritten Grand-Slam-Turniers des Jahres den Ausschluss aller russischen und belarussischen Sportlerinnen und Sportler bekannt. Damit darf etwa Daniil Medwedew, immerhin die Nummer zwei der Weltrangliste, nicht an der Church Road starten. Der Russe wäre einer der Turnierfavoriten gewesen. Auch sein Landsmann Andrej Rublew wurde ausgeschlossen. 

Bei den Damen sind etwa die Weißrussin Arina Sabalenka, Nummer vier der Weltrangliste, ihre Landsfrau Viktoria Azarenka, aktuell auf Platz 18, oder die Russin Anastasia Pawljutschenkowa betroffen. 

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"Wimbledon macht, was sie wollen"

Die kritischen Stimmen an der Entscheidung des Grand-Slam-Turniers werden aber immer lauter. Nach Novak Djokovicmeldete sich nun auch Olympiasieger Alexander Zverev zu Wort, kann das Vorgehen des Turniers nicht nachvollziehen. "Wir spielen das ganze Jahr auf der Tour mit einer Regel. Nämlich, dass die russischen Tennisspieler nicht unter ihrer Flagge spielen dürfen", erklärte Zverev. Für Belarussen gilt diese Regel ebenso.

"Die Entscheidung zeigt, dass die Tennis-Gemeinschaften nicht zusammenstehen. Wimbledon macht, was sie wollen", ergänzte der Sohn russischer Eltern. "Irgendwann ergibt auch die Tennis-Rangliste keinen Sinn mehr, wenn du als Top-Spieler keinen Grand Slam spielen darfst", fügte der 25-Jährige an. 

Dass Russland und Belarus von Teambewerben wie dem Davis Cup ausgeschlossen wurden, findet jedoch Zverevs Zustimmung. "Weil das sind wirklich Sanktionen gegen Russland." 

Keine Punkte in Wimbledon?

Nach der Bekanntgabe des Ausschlusses russischer und belarussischer Sportler übten auch ATP und WTA scharfe Kritik. Die Spielervereinigung ATP kündigte an, mit allen Mitteln vorzugehen, die Spielerinnenvereinigung WTA überlegte öffentlich, keine Weltranglistenpunkte für das Grand-Slam-Turnier zu vergeben. 

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