Ein 18-Jähriger ungarischer Staatsbürger, der seit seiner Kindheit Taekwondo ausübt und bei Wettkämpfen mehrere Preise abstaubte, soll einen Wiener (29) in einem Einfamilienhaus in Langenzersdorf getötet haben.
Dafür soll er extra das "Date" in das Haus verlegt haben, auf das er und seine Familie aufpassen sollten, während die Eigentümer auf Urlaub waren. Der Bursche soll den Wiener über soziale Medien kennengelernt, ihm dann die Falle gestellt haben.
Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Polizei-Notruf: 133
Im Zuge des Treffens dürfte der 18-Jährige laut Polizei "massive Gewalt gegen den Kopf- und Halsbereich" des 29-Jährigen ausgeübt und ihn dadurch tödlich verletzt haben. Dann vertraute er sich Angehörigen an, der Fall kam ins Rollen.
Der Verdächtige (die Unschuldsvermutung gilt) zeigte sich bei der späteren Einvernahme "vollumfänglich geständig". Sein Motiv: Hass auf Schwule.
Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Korneuburg wurde der 18-Jährige in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert, sitzt derzeit in U-Haft. Seitens der Staatsanwaltschaft wurde zudem die Obduktion des Leichnams angeordnet.
Doch Fragen bleiben offen: Handelte der erst 18-Jährige mit Kampfkunsterfahrung aus Kindheitstagen wirklich alleine? Hatte er beim Ausmachen des Dates beim Alter oder anderen Angaben geschwindelt? Hatte er Kontakt zur sogenannten Pädo-Hunter-Szene und gab es vielleicht Mitwisser?
"Er war auf Dating-Apps unterwegs, weil er die große Liebe finden wollte", sagt ein Bekannter des Opfers – mehr dazu hier. In der Community werden öfter über Online-(Dating)-Plattformen Treffen ausgemacht, die Verunsicherung ist groß. Die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien appelliert, "queerfeindlicher Hetze entschieden entgegenzutreten".