Endlich "Brand aus"

"Es ist geschafft" – Feuer im Föhrenwald gelöscht

Nach einem tagelangen Großeinsatz ist der verheerende Wald- und Vegetationsbrand im Föhrenwald nun endgültig gelöscht.
Erich Wessely
09.08.2026, 18:09
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Wald- und Vegetationsbrand im Föhrenwald bei St. Egyden zwischen Wiener Neustadt und Neunkirchen endgültig gelöscht. Das Feuer war am 5. August ausgebrochen und hatte sich bei extremer Hitze und starken Windböen rasch ausgebreitet. Insgesamt standen rund 100 Hektar in Flammen.

Die gewaltige Rauchwolke war über Dutzende Kilometer hinweg zu sehen und verdunkelte teilweise sogar die Sonne. Wegen der dramatischen Lage wurde die höchste Alarmstufe ausgerufen. Zeitweise kämpften mehr als 550 Mitglieder von 53 Feuerwehren gegen die Flammen. Unterstützung kam auch aus der Luft: Das Bundesheer rückte unter anderem mit einem AW-169 "Lion" und einem S-70 "Black Hawk" an, zusätzlich waren Hubschrauber des Innenministeriums im Einsatz.

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Am Abend des 5. August gelang es den Einsatzkräften schließlich, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Vorbei war der Einsatz damit allerdings noch lange nicht: Mehrere Tage lang mussten die Feuerwehrleute Glutnester aufspüren und ablöschen, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.

Erst am Sonntag, dem 9. August, kam die endgültige Entwarnung. Um 17.15 Uhr konnte nach rund vier Tagen Einsatz offiziell "Brand aus" gegeben werden. Die zahlreichen Einsatzkräfte leisteten über Tage bei Gluthitze großartige Arbeit. "Danke an alle Helfer für euren Einsatz", heißt es auch vom Bezirksfeuerwehrkommando Neunkirchen.

Brand auf Areal von früherer Munitionsfabrik

Zur Brandursache teilte die Landespolizeidirektion NÖ mit: "Im Rahmen der Erhebungen durch den Bezirksbrandermittler konnte die Brandausbruchsstelle auf etwa einen halben Hektar eingegrenzt werden. In diesem Bereich befand sich während des Zweiten Weltkriegs eine Munitionsfabrik, die gegen Ende des Krieges gesprengt wurde."

Und weiter: "Dabei wurde phosphorhaltige Munition im Gelände verteilt. Diese dürfte sich aufgrund jahrelanger Witterungseinflüsse zersetzt haben. Tritt der freigelegte Phosphor mit Luftsauerstoff in Kontakt, kommt es zu einer chemischen Reaktion und zur Selbstentzündung. Dies gilt nach aktuellem Ermittlungsstand mit hoher Wahrscheinlichkeit als Ursache für den Brandausbruch."

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