"Der schlimmste Moment"

Auf Gold-Kurs, dann Aufgabe: Jetzt spricht Olympia-Star

Sorge um Biathlon-Ass Tommaso Giacomel. Der Lokalmatador hatte bei Olympia in Antholz auf Medaillenkurs liegend aufgeben müssen, meldete sich nun.
Sport Heute
21.02.2026, 10:01
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
olympia live
olympia live

Giacomel, ist einer der Stars des Biathlon-Weltcups. Der Italiener hatte bei Olympia in seiner Heimat am Freitag im Massenstart eine Medaille vor Augen. Nach dem zweiten von vier Schießen ging er sogar als Führender in die Langlaufloipe von Antholz. Ehe das ganz große Drama folgte.

Als die Kamera die Spitzengruppe im Waldstück wieder einfing, fehlte Giacomel plötzlich, hatte einige Sekunden Rückstand und offensichtlich große gesundheitliche Probleme, er konnte nicht mehr Tempo machen. Der 25-Jährige zeigte auf seinen Oberkörper, als er bei einem Betreuer vorbeilief. Letztendlich musste Italiens Medaillenhoffnung das Rennen aufgeben, setzte sich am Streckenrand nieder. Und hatte sich sogar übergeben müssen.

Giacomel kam sofort in den Erste-Hilfe-Container in Antholz, die italienischen Teamärzte versorgten ihn sofort. Eine Ultraschall-Untersuchung und ein EKG konnten sofort ernstzunehmende Probleme ausschließen, Italiens Skiverband gab dann Entwarnung. Weitere Untersuchungen werden in der kommenden Woche folgen. Der Biathlon-Star kehrte einige Stunden nach dem Rennen in die Teamunterkunft zurück.

Jetzt spricht Giacomel

"Mir geht es gut, wenn man das sagen kann, nachdem ich ein Olympia-Rennen in Führung liegend aufgeben musste", meldete sich Giacomel mittlerweile selbst via Instagram zu Wort. "Direkt nach dem zweiten Liegendschießen hat mein Körper versagt. Ich hatte große Schwierigkeiten zu atmen und mich zu bewegen. Deshalb musste ich aufgeben. Das war das schlimmste Gefühl, das ich je erlebt habe", schrieb der 25-Jährige weiter, postete ein Foto der EKG-Untersuchung.

"Mir gehen gerade so viele Gedanken durch den Kopf. Frustration, Wut, Enttäuschung. Es ist einfach niederschmetternd. Es ist so frustrierend, aufgeben zu müssen, aber ich konnte nichts gegen meinen eigenen Körper ausrichten", so Giacomel weiter. Es sei "definitiv nicht das Ende der Spiele, das ich mir erhofft hatte. Aber ich werde niemals aufgeben", meinte er und betonte, in vier Jahren wieder angreifen zu wollen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 21.02.2026, 10:01
Jetzt E-Paper lesen