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Auf welches Zimmer würden Sie verzichten?

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:19

Ein Einfamilienhaus in Österreich kostet derzeit durchschnittlich 189.291 Euro. Damit sind die Preise weitgehend stabil im Vergleich mit 2013. Preiskorrekturen gab es lediglich im Westen. Viele Familien plagt aber selbst in Häusern Platznot. Auf welches Zimmer könnten Sie verzichten?

Viele Familien plagt beim Thema Wohnen eine große Sorge: die Platznot. Zuerst wird die Wohnung zu klein, wenn die Familienplanung eines Paares Formen annimmt. Ein Haus wird deshalb - für viele finanziell mühevoll - gebaut oder gekauft.

Doch was folgt, ruft die Platzproblematik rasch in Erinnerung: irgendwann wächst die Familie um ein zweites Kind. Die Kinder wollen viel Spielzeug im Haus und im Garten. Zuguterletzt wird auch noch ein Haustier angeschafft. Und schon platzt selbst ein Einfamilienhaus mit Keller, Erdgeschoss und 1. Stock aus allen Nähten. Auf welches Zimmer könnten Sie verzichten?

Hier eine kleine Nachdenkhilfe: Viele Häuser haben gar keinen Abstellraum mehr, weil dafür der Keller genutzt wird, wo auch die Heizung steht. Ein Vorratsraum findet ebenfalls nur noch schwer Platz, weil die meisten Küchen als Wohnküchen mit fließendem Übergang ins Wohnzimmer geplant werden. Dies nimmt oft die gesamte Fläche des Erdgeschosses in Beschlag.

Das Schlafzimmer der Eltern gilt als Pflichtraum. Doch bei arger Platznot können Eltern auch auf der Couch im Wohnzimmer übernachten, wenn diese zu einem Schlafsofa umbaubar ist. Denn werden die Kinder einmal größer, wollen diese vielfach nicht mehr gemeinsam in einem Raum leben. Vor allem wenn es sich um Bruder und Schwester handelt.

In sehr vielen Einfamilienhäusern stehen im 1. Stock zumeist vier Räume zur Verfügung. Einer davon ist aber das Badezimmer mit WC. Wenn es dann noch ein Schlafzimmer der Eltern und zwei Kinderzimmer gibt, bleibt auch für ein oft gewünschtes Arbeitszimmer kein Platz. Der Computer steht dann vielfach entweder im Wohn- oder im Schlafzimmer. Bei Schulkindern steht er oft auch am Schreibtisch der Kids und wird von den Eltern mitbenützt.

In Zeiten der Tablets, Riesen-Smartphones und immer leichteren Laptops sind Stand-PCs aber ohnehin im Abnehmen begriffen.

Seite 2: So entwickeln sich die Preise für Häuser in Ihrem Bundesland!

RE/MAX hat Anfang September seinen ImmoSpiegel veröffentlicht. Daten aus der Summe aller in ganz Österreich verkauften und ins Grundbuch eingetragenen Einfamilienhäuser und "sonstigen Gebäude" wurden darin erfasst. Kitzbühel bleibt weiterhin der teuerste Bezirk Österreichs - doch wie sieht es in Ihrer Wohngegend aus?

4.021 Einfamilienhäuser im Wert von 924,7 Mio. Euro wurden im ersten Halbjahr 2014 im österreichischen Grundbuch eingetragen. Das sind um 3,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, aber um 4,6 Prozent weniger als 2012. Der Gesamtwert der im ersten Halbjahr in Österreich gehandelten Einfamilienhäuser stieg um 3 Prozent, der typische Verkaufspreis pro Haus dagegen nur um 1,5 Prozent auf 189.291 Euro.

Der Markt für Einfamilienhäuser in Österreich entwickele sich weiter weitgehend ruhig und konstant und zeigt keine wesentlichen Auffälligkeiten.

Niederösterreich

Der mit Abstand wichtigste Markt für Einfamilienhäuser ist Niederösterreich mit 1.010 (- 4,4 Prozent) verbücherten Häusern im ersten Halbjahr 2014. Der Wert der verkauften Einfamilienhäuser liegt dabei bei 181 Mio. Euro und damit um 3,5 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Typischerweise kostete ein niederösterreichisches Einfamilienhaus 158.550 Euro und damit um 5,6 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2013.

In Niederösterreich ist die Preisschere zwischen den billigsten und den teuersten Einfamilienhäusern so groß wie in keinem anderen Bundesland. Ein Viertel der Einfamilienhäuser in Niederösterreich kostete im ersten Halbjahr 2014 weniger als 75.000 Euro und ein Viertel mehr als 238.000 Euro. Der Grund für diese außergewöhnlich große Preisspreizung liegt im Preisabstand zwischen den Bezirken Waidhofen/Thaya, Zwettl und Hollabrunn, wo Preise für Einfamilienhäuser im Schnitt zwischen 48.000 und 68.000 Euro liegen und den Wiener Umlandbezirken Baden, Mödling und Wien-Umgebung (inkl. Klosterneuburg, Purkersdorf, Schwechat), wo die Einfamilienhäuser zwischen 257.000 Euro und 312.000 Euro kosten.

Oberösterreich

Die Anzahl der verbücherten Einfamilienhäuser liegt im ersten Halbjahr 2014 bei 758. Das entspricht einem Wert von 157 Mio. Euro. Wie dynamisch der Markt für Einfamilienhäuser in OÖ ist, zeigt die Tatsache, dass die Anzahl der verbücherten Einfamilienhäuser um 13 Prozent und der Durchschnittspreis um 6,5 Prozent im Jahresvergleich auf 189.533 Euro gestiegen ist. Dies ist bundesweit der höchste Preisschub bei den Einfamilienhäusern.

In Oberösterreich ziehen in fast allen Bezirken die Preise für Einfamilienhäuser an. Ausnahmen von diesem landesweiten Trend sind nur die Bezirke Linz und Linz-Land, Perg und Urfahr-Umgebung, wo die Einfamilienhauspreise in der ersten Jahreshälfte 2014 entgegen dem Landestrend nicht steigen sondern nachgeben. In absoluten Euro vorne liegt Linz mit 293.699 Euro pro Einfamilienhaus, danach folgen aber schon die Bezirke Vöcklabruck mit 248.827 und Gmunden mit 216.042 Euro.  Am unteren Ende der Durchschnitts-Preis-Skala pro Einfamilienhaus liegen die Bezirke Schärding, Kirchdorf und Rohrbach mit rund 130.000 Euro pro Einfamilienhaus.

Wien

In Wien wurden von Jänner bis Juni 2014 140 beinahe handverlesene Einfamilienhäuser verbüchert, das sind um 9,4 Prozent mehr als in der ersten Jahreshälfte des Vorjahres. Der Gesamtwert dieser Einfamilienhäuser lag bei 74 Mio. Euro, der typische Preis bei 432.752 Euro und damit nur 1,3 Prozent über dem Vorjahr. Bei den Bezirken .

Seite 3: Die weiteren Bundesländer ...

Steiermark

Die Steiermark liegt aufgrund der geringeren Preise pro Einfamilienhaus wertmäßig hinter Oberösterreich auf Platz 3 im Einfamilienhaus-Ranking: Um 142 Millionen Euro wechselten die Besitzer der 790 steirischen Einfamilienhäuser, die im ersten Halbjahr 2014 158.081 Euro kosteten.

In der Steiermark machen Graz und Graz-Umgebung 28,6 Prozent aller steirischen Einfamilienhaus-Käufe aus, deren Wert liegt jedoch bei 42,5 Prozent der Landessumme, da die Preise von Einfamilienhäusern im Bereich der Landeshauptstadt im Vergleich zu den restlichen Bezirken natürlich relativ hoch sind: 277.788 Euro für ein Einfamilienhaus in Graz und 190.814 Euro in Graz-Umgebung. Mit 222.760 Euro pro Einfamilienhaus hat sich der Bezirk Liezen mittlerweile auf Rang 2 im steirischen Ranking geschoben.

Tirol hat bei den Einfamilienhäusern im ersten Halbjahr 2014 mit 126 Mio. Euro den 4. Platz im Bundesländer-Ranking nach dem Gesamtverkaufspreis für Einfamilienhäuser erreicht. Und das obwohl Tirol mit 266 Einfamilienhäusern nur auf dem 6. Platz der Menge nach liegt. Das deshalb, weil Tirol mit 355.922 Euro den höchsten Durchschnittsverkaufspreis pro Bundesland außerhalb von Wien aufweist, auch wenn dieser  im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent gesunken ist.

Das Minus bei den Tiroler Einfamilienhaus-Preisen im Jahresvergleich kommt aus zwei Bezirken: Während alle anderen positive Vorzeichen beim Preisvergleich 2013 zu 2014 liefern, drücken die Bezirke Kufstein und Landeck das Bundesland ins Minus. In absoluten Zahlen ist der teuerste Bezirk Tirols bei Einfamilienhäusern Kitzbühel mit einer Million Euro pro Haus.

Salzburg liegt beim Preis für Einfamilienhäuser mit 315.385 Euro gleich hinter Tirol. Dieser ist statistisch in der ersten Jahreshälfte 2014 im Jahresvergleich um 9,2 Prozent gefallen, eine Korrekturphase nach den rasanten Anstiegen in den Jahren davor. An der Nachfrage und der Kauflust ist es wohl nicht gelegen, denn mit 204 Einfamilienhäusern im ersten Halbjahr wurden um 3 Peozent mehr als in den ersten sechs Monaten 2013 verbüchert.

Im Bundesland Salzburg gaben im ersten Halbjahr 2014 die Preise für Einfamilienhäuser gerade in den Bezirken mit den meisten Verkäufen am stärksten nach: Jedes vierte Einfamilienhaus wechselte im Pinzgau (Zell am See) den Eigentümer und zwar im Schnitt um 275.654 Euro, das ist aber um 15,3 Prozent billiger als im Vorjahr. Salzburg-Umgebung (Flachgau), wo jedes fünfte Salzburger Einfamilienhaus verkauft wurde, sank der typische Einfamilienhauspreis sogar um 21,4 Prozent. In Euro bedeutet das immer noch ein Kaufpreis von 334.699 Euro pro Einfamilienhaus. Dieser Preis wird nur überboten von den Einfamilienhäusern in der Stadt Salzburg selbst mit 597.008 Euro.

In Vorarlberg kostete im ersten Halbjahr 2014 das typische Einfamilienhaus 273.043 Euro und damit um 3,3 Prozent weniger als noch 2013. 214 Einfamilienhäuser, das sind um 6,5 Prozent mehr als 2013, wechselten um 61 Millionen Euro die Besitzer.

Das Preisniveau der einzelnen Bezirke liegt laut Statistik in keinem anderen Bundesland so knapp beisammen wie in Vorarlberg. Dornbirn liegt nur 18,4 Prozent über dem Preisniveau von Bludenz. Während ein Einfamilienhaus in Dornbirn im ersten Halbjahr 2014 299.675 Euro kostete, lagt der Preis im Bezirk Bludenz bei 252.924 Euro.

Kärnten liegt mit 372 Einfamilienhäusern um 79 Mio. Euro am 8. Platz. Der Landesschnitt für Einfamilienhäuser lag bei 161.874 Euro und damit um 2 Prozent niedriger als 2013.

Die Hot-Spots für Einfamilienhäuser im Bundesland Kärnten sind Villach-Stadt und Land mit 21,5 Prozent und  Klagenfurt Stadt und Land mit 18,8 Prozent aller Verkäufe. Preislich hatte allerdings Klagenfurt-Land die Nase vorne: Aufgrund einiger weniger Luxusobjekte am Wörther See, die den typischen Preis sehr stark beeinflussten, lag dieser im ersten Halbjahr 2014 bei 327.711 Euro. Platz 2 im Bezirks-Ranking für die Landeshauptstadt mit 186.102 Euro und Platz 3 für Villach mit 185.774 Euro. In Feldkirchen und Völkermarkt ging's dagegen wesentlich günstiger zu.

Im Burgenland wurden 267 Einfamilienhäuser im ersten Halbjahr 2014 verbüchert. Im Schnitt kostete ein Einfamilienhaus  93.954 Euro, das bedeutet nur 0,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Anzahl der verkauften Einheiten hat sich hingegen dynamisch entwickelt: 19,5 Prozent mehr Verbücherungen als im ersten Halbjahr 2013. 

Landeshauptstadt und Neusiedler See bestimmen den Preis: In Eisenstadt (Stadt + Land + Rust) kostete ein Einfamilienhaus im ersten Halbjahr 2014 136.560 Euro. Der Bezirk Neusiedl liegt beinahe preisgleich bei 134.715 Euro, Mattersburg mit 118.442 Euro noch im 6–stelligen Bereich, während alle anderen Bezirke darunter liegen. Am günstigsten sind Einfamilienhäuser in den Bezirken Güssing, Jennersdorf und Oberwart.

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