Ein Artikel des amerikanischen "Wall Street Journal" bringt Neymar Jr. in Erklärungsnot. Der PSG-Kicker soll eine Nike-Mitarbeiterin sexuell belästigt haben. Im Vorjahr platzte der Deal zwischen Neymar und dem Sportartikel-Hersteller.
Eine Sprecherin von Neymar bestreitet einen Zusammenhang vehement: "Neymar Jr. wird sich energisch gegen diese unbegründeten Angriffe verteidigen, falls eine Behauptung vorgelegt wird, was bisher nicht der Fall ist." Demnach hätten sich Neymar und Nike aus kommerziellen Gründen getrennt.
Der Vorfall soll sich bereits 2016 zugetragen haben. Der Brasilianer habe versucht, die Frau in einem Hotelzimmer in New York City zum Oralsex zu zwingen. Das hätte sich damals Kollegen und Freunden erzählt. 2018 habe sie beim Personalchef von Nike und einem Juristen des Konzerns offiziell Beschwerde eingereicht.
Die Trennung von Neymar erfolgte erst 2020. Der Vertrag wurde acht Jahre vor dem Ablauf aufgelöst, ohne öffentlich einen Grund zu nennen.
Das ändert sich jetzt. Nike gibt an, der Deal mit dem 29-Jährigen sei beendet worden, weil sich dieser bei der Aufklärung des Vorfalls unkooperativ gezeigt habe: "Nike beendete die Beziehung mit dem Sportler, weil er sich weigerte, in einer gutgläubigen Untersuchung von glaubwürdigen Anschuldigungen eines Fehlverhaltens durch eine Mitarbeiterin zu kooperieren."
Brisant: Nike lässt durchklingen, dass Neymar dabei wohl wenig zu befürchten gehabt hätte. Für den Sportartikel-Gigant sei es "unangemessen, eine anklagende Aussage zu machen, ohne unterstützende Fakten liefern zu können".