Wer diesen Sommer den beliebten Strand Punta Molentis auf Sardinien besucht, muss sich auf ungewöhnliche Vorschriften einstellen. Sonnenschirme sind dort nur noch erlaubt, wenn Badegäste mit Kindern unter zehn Jahren oder Personen über 65 Jahren unterwegs sind.
Die Gemeinde Villasimius hat die Nutzung von Sonnenschirmen, Pavillons und anderen Schattenspendern stark eingeschränkt. Damit soll die Natur geschützt und die Belastung des Küstenabschnitts reduziert werden. Der Zugang zum Strand kostet zudem zehn Euro pro Person.
Auslöser für die Maßnahmen ist ein schwerer Brand im vergangenen Sommer. Nun will die Gemeinde die Besucherströme besser kontrollieren und das empfindliche Gebiet schonen.
Die Gemeinde verteidigt die Vorschriften. Neben den Einschränkungen bei Sonnenschirmen sind auch das Betreten der Dünen, das Beschädigen der Vegetation und das Mitnehmen von Sand verboten.
Auch an anderen italienischen Stränden wird über neue Regeln diskutiert. In Jesolo sollen größere Abstände zwischen den Sonnenschirmen für mehr Komfort sorgen. Dadurch fallen allerdings rund 20.000 Plätze weg.
Bibione geht wiederum einen anderen Weg. Dort werden erstmals spezielle Sonnenschirmplätze für Alleinreisende angeboten. Besucher können zudem per App die Auslastung der Strandabschnitte in Echtzeit verfolgen.