Sonnenschirm aufspannen, Liege ausrichten und aufs Meer schauen? Wer heuer in Italien Strandurlaub macht, muss dafür deutlich tiefer in die Tasche greifen. Eine neue Auswertung zeigt: Die Preise für Strandplätze steigen kräftig – und manche Hotspots langen den Badegästen besonders tief in die Taschen.
Laut der Verbraucherorganisation Altroconsumo kosten Sonnenschirm und Liegen im Sommer 2026 im Schnitt um sechs Prozent mehr als noch im Vorjahr. Verglichen mit 2021 beträgt das Plus sogar satte 24 Prozent.
Für die Erhebung wurden 222 Strandbäder in zehn beliebten Urlaubsorten untersucht – darunter Rimini, Viareggio, Alassio oder Taormina. Besonders heftig fiel der Anstieg auf Sizilien aus: In Taormina und Giardini Naxos zogen die Preise um bis zu 16 Prozent an.
Auch andere Ferienziele langen kräftig zu: Alghero auf Sardinien verteuerte sich um 14 Prozent, Gallipoli in Apulien um zehn Prozent. In den meisten übrigen Badeorten lag das Plus zwischen zwei und sieben Prozent.
Wer in der ersten Reihe liegen will, zahlt oft ordentlich drauf. Spitzenreiter ist Alassio in Ligurien: Für eine Woche mit Sonnenschirm und zwei Liegen direkt am Meer werden dort im Schnitt 368 Euro fällig.
Deutlich günstiger geht es in Lignano: Dort kostet derselbe Strandluxus durchschnittlich 164 Euro pro Woche – also mehr als 200 Euro weniger.
Überraschend: Der Preisunterschied zwischen erster und hinterer Strandreihe fällt geringer aus als gedacht. Zwischen ganz vorne und ab der vierten Reihe liegen im Schnitt gerade einmal 28 Euro Unterschied.
Wer sparen will, sollte Richtung Süditalien schauen. Vor allem in der Region Basilikata bleibt Strandurlaub vergleichsweise günstig. An der Ionischen Küste – etwa in Metaponto, Policoro oder Nova Siri – kosten Sonnenschirm und zwei Liegen oft nur zwischen 18 und 30 Euro pro Tag.
Dort sorgen viele Anbieter und starker Wettbewerb für niedrigere Preise. Auch an der Tyrrhenischen Küste rund um Maratea blieben die Tarife zuletzt nahezu stabil.
Ganz vermeiden lassen sich die höheren Preise zwar kaum – doch clevere Urlauber können tricksen. Viele Strandbäder bieten günstigere Halbtages-Tarife oder Happy-Hour-Angebote ab dem Nachmittag an. Wer erst nach 14 Uhr kommt, spart laut Verbraucherschützern teils bis zu 40 Prozent.
Auch All-inclusive-Pakete mit Sonnenschirm, Mittagessen und Freizeitangeboten können sich rechnen – und kosten mancherorts weniger als gedacht.