Die italienische Adria kennt viele Sehnsuchtsorte. Doch eine kleine Bucht sorgt derzeit für besonders viel Aufsehen: Portonovo, südlich von Ancona gelegen, gilt als "Perle des Conero" – und ist schon Wochen vor Saisonstart bereits ausgebucht.
Wer hier im Sommer einen fixen Platz unter einem Sonnenschirm ergattern wollte, kommt zu spät. Die begehrten Saisonplätze sind längst vergeben. Und das, obwohl die Preise selbst für erfahrene Italien-Urlauber schwindelerregend sind.
Ein Sonnenschirm mit zwei Liegen kostet in Portonovo je nach Lage zwischen 1.200 und 3.000 Euro für die gesamte Saison.
Was wie ein Luxusangebot für wenige klingt, ist längst Massenphänomen. Stammgäste sichern sich ihre Plätze Jahr für Jahr – oft ohne dass überhaupt etwas frei wird. Betreiber berichten, dass kein einziger Saisonschirm den Besitzer gewechselt hat.
Selbst Tagesgäste zahlen kräftig: In der ersten Reihe sind 30 bis 40 Euro pro Tag keine Seltenheit.
Besonders bemerkenswert: Trotz der hohen Preise gibt es Wartelisten. Rund 60 Interessierte hoffen jedes Jahr auf einen frei werdenden Platz. Der Boom hat mehrere Gründe. Die Bucht von Portonovo punktet mit kristallklarem Wasser, unverbauter Natur und vergleichsweise ruhiger Atmosphäre.
Doch genau diese Mischung macht sie zum Opfer ihres eigenen Erfolgs. In der Hochsaison kommt es bereits zu Verkehrsproblemen, Zufahrten werden blockiert, und spontane Besuche werden zum Geduldsspiel.
Gleichzeitig versuchen Betreiber gegenzusteuern: Ein Teil der Plätze bleibt bewusst für Tagesgäste reserviert, um den Zugang zumindest teilweise offen zu halten.