Mehr Tage, strengere Regeln

Das müssen Venedig-Besucher seit 3. April beachten

Seit dem 3. April ist es wieder so weit: Venedig verlangt für die Altstadt Eintritt - und das an noch mehr Tagen als bisher.
Heute Life
07.04.2026, 12:20
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Die italienische Lagunenstadt Venedig zieht die Schrauben im Kampf gegen den Massentourismus weiter an. Nachdem bereits seit 2024 eine Eintrittsgebühr für Tagesgäste gilt, wird das System im Jahr 2026 deutlich ausgeweitet. Ziel bleibt es, die Besucherströme besser zu lenken und die historische Altstadt zu entlasten.

Konkret müssen Tagesbesucher im kommenden Jahr an 60 ausgewählten Tagen Eintritt bezahlen – sechs Tage mehr als noch 2025. Die Regelung gilt zwischen 3. April und 26. Juli, vor allem an Wochenenden von Freitag bis Sonntag, warnt der ÖAMTC. Zusätzlich werden auch einzelne Feiertage und verlängerte Wochenenden erfasst, darunter der Ostermontag, der 6. April, die Tage vom 27. bis 30. April und vom 1. bis 4. Juni 2026. Die Maßnahme gilt von 8.30 bis 16.00 Uhr.

Höhere Preise für Kurzentschlossene

Preislich bleibt das Modell zweigeteilt: Wer frühzeitig plant, zahlt weiterhin fünf Euro. Kurzentschlossene hingegen müssen tiefer in die Tasche greifen. Bei einer Buchung weniger als vier Tage vor dem Besuch – oder am selben Tag – verdoppelt sich der Betrag auf zehn Euro. Damit will die Stadt gezielt spontane Besucherströme eindämmen.

Die Eintrittspflicht betrifft ausschließlich die historische Altstadt. Wer lediglich Durchgangsbereiche wie die Zufahrtsstraße Ponte della Libertà oder Verkehrsknotenpunkte wie den Bahnhof passiert, ohne ins Zentrum vorzudringen, muss keine Gebühr entrichten. Auch bestimmte Randzonen bleiben ausgenommen.

Wer keinen Eintritt zahlen muss

Von der Zahlung befreit sind unter anderem Übernachtungsgäste, Bewohner der Region Venetien sowie Kinder unter 14 Jahren. Allerdings gilt auch für viele Befreite eine Registrierungspflicht: Wer keinen entsprechenden Nachweis vorweisen kann, riskiert Strafen. Ausnahmen bestehen etwa für Menschen mit Behinderung und deren Begleitpersonen, die ihre Berechtigung direkt vor Ort nachweisen können.

Mit den verschärften Regeln setzt Venedig seinen umstrittenen Kurs fort. Während Befürworter die Maßnahme als notwendigen Schutz für die fragile Stadt sehen, kritisieren Gegner weiterhin eine "Kommerzialisierung" des öffentlichen Raums. Fest steht: Der spontane Tagesausflug in die Lagunenstadt wird zunehmend zur planungspflichtigen Angelegenheit.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 07.04.2026, 12:24, 07.04.2026, 12:20
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