Mit 1. Mai treten bei Air India neue Vorschriften in Kraft. Wer einen Body-Mass-Index (BMI) von 30 hat, wird sofort aus dem Dienst genommen. Die Betroffenen haben dann sieben Tage Zeit, ihr Gewicht zu reduzieren. Schaffen sie das nicht, droht ihnen eine Kürzung beim Gehalt und im schlimmsten Fall der Jobverlust.
Diese strengen Vorgaben sind Teil neuer Gesundheits- und Compliance-Richtlinien der Airline. Das Kabinenpersonal muss laut Vorgabe einen BMI zwischen 18,5 und 24,9 erreichen, um als fit zu gelten. Nur so erfüllt man die geforderten Standards für den Dienst an Bord.
Liegt der Wert unter 18, gilt das als Untergewicht. Wer betroffen ist, darf nur weiterfliegen, wenn er eine medizinische Untersuchung und eine spezielle Beurteilung besteht. Bei einem BMI zwischen 25 und 29,9 spricht die Fluglinie von Übergewicht – auch hier ist eine funktionelle Prüfung Pflicht. Ab einem BMI von 30 ist aber endgültig Schluss.
In einer Mitteilung an die Belegschaft erklärt Air India: "Die erste Phase der neuen Regelung zielt darauf ab, das Bewusstsein für einen gesunden Lebensstil zu fördern und die Besatzung mit der Einhaltung einer angemessenen Gewichtskategorie vertraut zu machen." Diese Maßnahmen seien vorerst eine Vorbereitung, bevor noch strengere Fitnessstandards eingeführt werden.
Air India wurde von der "Daily Mail" um eine Stellungnahme gebeten. Bis jetzt hat sich die Airline dazu aber nicht geäußert.
Bei der österreichischen Fluglinie Austrian Airlines gibt es eine solche Regelung nicht. "Auch für die Körpergröße gibt es keine Einschränkung. Wir halten uns dabei selbstverständlich akribisch an alle geltenden Anti-Diskriminierungs-Vorgaben der Europäischen Union", erklärt Pressesprecherin Anita Kiefer auf "Heute"-Nachfrage.
„Wir halten uns dabei selbstverständlich akribisch an alle geltenden Anti-Diskriminierungs-Vorgaben der Europäischen Union.“
Einzig die flugmedizinische Tauglichkeit sei entscheidend, ob man als Kabinenpersonal in Frage kommt: "Es gibt beim Start einer Person als Flugbegleiter:in bei Austrian Airlines eine initiale, umfangreiche medizinische Überprüfung laut EASA Vorgaben. Im Regelfall gibt es im Abstand von fünf Jahren weitere medizinische Überprüfungen für Flugbegleiter:innen." Doch auch hier spiele der BMI keine Rolle.