Diesel und Benzin extrem teuer

Jetzt nicht tanken! ÖAMTC warnt wegen Spritpreisbremse

Trumps Iran-Krieg räumt den österreichischen Autofahrern die Geldbörsen leer. Tanken ist massiv teurer geworden. Der ÖAMTC rät nun dazu, zu warten.
Newsdesk Heute
02.04.2026, 08:26
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Seit Anfang März ist der Preis für Diesel um rund 70 Cent, für Benzin um 40 Cent pro Liter gestiegen, im Monats-Durchschnitt war Diesel um 46,3 Cent, Super um 28,2 Cent teurer als im Februar.

In den vergangenen Tagen kostete der Liter Diesel im Schnitt knapp unter 2,25 Euro – ein neuer Tageshöchstwert in Österreich. Damit liegen die aktuellen Dieselpreise nominell höher als zu Beginn des Ukraine-Krieges, betont der ÖAMTC.

Das auch aufgrund der mittlerweile geltenden CO₂-Bepreisung, die die Kraftstoffe an den Zapfsäulen um 15 bzw. 16,5 Cent (inkl. MwSt) je Liter Diesel teurer macht. Der ausgleichende Klimabonus wurde im Zuge des Budgetsparplans Anfang 2025 von FPÖ und ÖVP gestrichen.

"Es ist positiv, dass die Regierung versucht, die Preise zu reduzieren. Im Sinne der Konsument:innen hätten wir uns aber eine größere Entlastung erhofft", erklärt Martin Grasslober, Leiter der ÖAMTC-Verkehrswirtschaft. 10 Cent Reduktion seien angesichts der beobachteten Preissteigerungen letztlich jedoch "kein großer Wurf".

Aber: "Sollten die Preise weiter derart rasch steigen, könnte die nun in Kraft tretende Spritpreisbremse diese Entwicklung bestenfalls verlangsamen", heißt es seitens des Mobilitätsclubs. Auch sei aufgrund der teilweise verzögerten Wirkung der Maßnahme noch unklar, wann die Senkung vollumfänglich bei den Konsumenten ankommt. Die erste Preisbewegung nach unten dürfte es aber schon am 2. April geben.

Günstigster Tank-Zeitpunkt

Der ÖAMTC warnt deshalb davor, schon jetzt vollzutanken: "Wer am Osterwochenende verreist, sollte frühestens am Donnerstag-Nachmittag tanken, ab dann ist mit ersten Senkungen aufgrund der Spritpreisbremse zu rechnen." Zu lange warten sollte man aber auch nicht, denn schon am Freitag um 12 Uhr dürfte es neuerlich zu Preissteigerungen kommen.

Bei Reisen ins Ausland sollte man deshalb auch genau prüfen, ob es günstiger ist, noch an einer heimischen Tankstelle oder erst im Zielort zu tanken:

ÖAMTC Reisetipps:

  • In Ungarn und der Slowakei gelten die durch staatliche Eingriffe günstigeren Preise üblicherweise nur für die jeweiligen Staatsbürger:innen. Mit österreichischem Kennzeichen zahlt man meist einen deutlich höheren Preis. Diese unzulässige Diskriminierung wurde bereits von der EU-Kommission festgestellt.
  • In Deutschland sind die Preise aktuell wie üblich deutlich höher als in Österreich.
  • Die Preise in Italien könnten aufgrund einer deutlichen Steuersenkung aktuell sogar günstiger sein als an österreichischen Tankstellen.
  • Slowenien und Kroatien haben abseits von Autobahnen und Schnellstraßen staatlich regulierte Höchstpreise, die üblicherweise deutlich unter den österreichischen Durchschnittspreisen liegen.
  • In Nachbarländern mit niedrigen Kraftstoffpreisen ist an den Tankstellen in Grenznähe mit längeren Wartezeiten zu rechnen.
  • Allgemein empfiehlt es sich, nicht mit letzter Reserve zu verreisen, da vereinzelt mit leergekauften Kraftstofftanks zu rechnen ist. In Slowenien gilt deshalb auch eine maximale Abgabemenge von 50 Litern je Pkw.

"Heute" hilft beim Sparen

Weil die Preise teils weit auseinandergehen, ist es umso wichtiger, den günstigsten Anbieter anzusteuern. "Heute" bietet einen Extra-Dienst für alle, die beim Tanken sparen wollen:

Spritpreise im Vergleich
Die günstigsten Tankstellen in deiner Nähe
Kartenplatzhalter für Spritpreise
Basierend auf Daten von e-control, ohne Gewähr für die Richtigkeit.

Der "Heute"-Spritpreisrechner bietet immer einen aktuellen Überblick über alle Preise. Einfach "Diesel", "Super" oder "Gas" eingeben, dann den Ort oder Bezirk und schon werden die günstigsten Tankstellen aufgelistet. Dazu gibt es auch eine Karte, auf der die Tankstellen genau eingezeichnet sind.

{title && {title} } red, {title && {title} } 02.04.2026, 08:26
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