Wer diesen Sommer in Griechenland Urlaub macht, sollte sich an den Stränden besonders gut benehmen. Denn das beliebte Urlaubsland verschärft seine Regeln zum Schutz der Küsten drastisch.
Die Regierung in Athen hat eine neue Liste mit 251 besonders geschützten Stränden veröffentlicht – deutlich mehr als noch vor zwei Jahren, als es 198 waren. An diesen Küstenabschnitten dürfen weder Sonnenschirme noch Liegen vermietet werden.
Auch das Reservieren von Plätzen durch private Sonnenschirme, Liegen oder Handtücher ist dort verboten, wie bild.de berichtet. Wer sich nicht daran hält, muss mit saftigen Bußgeldern rechnen – von rund 2.000 Euro bis zu etwa 60.000 Euro je nach Schwere des Verstoßes.
Generell gilt seit 2024: Liegestühle und Sonnenschirme müssen mindestens vier Meter vom Ufer entfernt aufgestellt werden. Hotels, Bars und Restaurants dürfen nur noch ein Drittel der Strandfläche mit Liegen belegen. Kontrolliert wird das teils mit Drohnen aus der Luft.
Hintergrund der strengen Maßnahmen ist der enorme Tourismusdruck: Mit fast 38 Millionen Besuchern stellte Griechenland zuletzt einen neuen Rekord auf. Die Strände mit besonderem ökologischen oder landschaftlichen Wert gehören zum NATURA-2000-Netzwerk der EU.
Die Behörden gehen auch verstärkt gegen illegale Bauten an den Küsten vor. Erst kürzlich wurden auf der Insel Gavdos südlich von Kreta unter Polizeischutz mehrere Hütten an einem Strand abgerissen, da sie ein Brandrisiko darstellten.