Wer in Italien Urlaub macht, sucht meist mehr als Sonne, Pasta und Meerblick. Für viele Reisende zählt vor allem eines: sauberes Wasser und gepflegte Strände. Orientierung bietet dabei jedes Jahr die sogenannte "Blaue Flagge" – ein internationales Gütesiegel für besonders hohe Umwelt- und Qualitätsstandards an Küstenorten.
Nun wurde die aktuelle Liste für Italien veröffentlicht. Insgesamt erhielten heuer 525 Strände die begehrte Auszeichnung – so viele wie noch nie. Eine Region verteidigt dabei erneut klar ihren Spitzenplatz und gilt damit als erste Adresse für Badeurlaub mit hohen Standards.
An der Spitze des Rankings steht erneut Ligurien. Die schmale Küstenregion im Nordwesten Italiens zwischen Frankreich und der Toskana kommt inzwischen auf 35 ausgezeichnete Küstenorte und bleibt damit Italiens Region mit den meisten "Blauen Flaggen".
Ligurien ist seit Jahren ein Klassiker unter Italien-Fans – und das nicht ohne Grund. Entlang der Riviera wechseln sich farbenfrohe Küstenorte, kleine Buchten und gepflegte Badeplätze ab. Während manche Orte mit Sandstränden locken, verstecken sich anderswo kleine Kiesbuchten zwischen steilen Felsen. Das klare Wasser, Fischerdörfer mit mediterranem Flair und Promenaden direkt am Meer machen die Region besonders beliebt.
Die "Blaue Flagge" wird jährlich von der Stiftung für Umwelterziehung (FEE) vergeben und gilt jeweils nur für eine Saison. Wer ausgezeichnet werden will, muss strenge Kriterien erfüllen – und diese Jahr für Jahr erneut nachweisen.
Bewertet werden unter anderem Wasserqualität, Umweltmanagement, Sicherheit, Barrierefreiheit und nachhaltige Infrastruktur. Gemeinden müssen etwa regelmäßige Wasseranalysen durchführen, hohe Standards bei Abwasser- und Müllentsorgung erfüllen sowie sichere Zugänge zu Stränden gewährleisten. Auch Rettungsschwimmer, Erste-Hilfe-Ausrüstung und der Schutz natürlicher Küstenräume spielen eine Rolle.
Viele Badeorte gelten zudem als angenehm kompakt: Strand, Restaurants, Altstadt und Cafés liegen oft nur wenige Gehminuten voneinander entfernt – ideal für entspannte Urlaubstage ohne lange Wege.
Direkt hinter Ligurien zählen vor allem Apulien und Kalabrien erneut zu den erfolgreichsten Küstenregionen Italiens. Während Apulien mit langen Sandstränden und türkisfarbenem Wasser punktet, überzeugt Kalabrien vor allem mit naturbelassenen Buchten und vergleichsweise wenig Massentourismus.
Auch Kampanien, die Marken sowie die Toskana bleiben stark vertreten. In der Toskana kamen heuer zusätzliche ausgezeichnete Orte hinzu – darunter Monte Argentario.
Sardinien, Sizilien und die Abruzzen behaupten ebenfalls ihre Plätze unter den Regionen mit besonders vielen ausgezeichneten Stränden. Die Vielfalt reicht dabei von karibisch anmutenden Sandbuchten bis hin zu rauen Vulkanlandschaften und versteckten Küstenabschnitten.
Nicht nur das Meer schneidet gut ab: Auch rund um den Gardasee gibt es mehrere ausgezeichnete Badeorte. Besonders erfreulich für Urlauber: Limone sul Garda zählt heuer zu den Neueinsteigern in der Lombardei.
Insgesamt konnten Regionen rund um den beliebten See – darunter Trentino-Südtirol, Venetien und die Lombardei – mehrere "Blaue Flaggen" sichern. Damit bleibt auch der Gardasee eine attraktive Option für alle, die Badeurlaub mit hoher Wasserqualität verbinden möchten.