Neuer Urlaubs-Trend

"Deadzoning" soll perfektes Reise-Erlebnis ermöglichen

Die freien Tage sollten Erholung bringen, doch viele hängen selbst am Pool noch ständig am Handy. Ein neuer Urlaubs-Trend könnte das jetzt ändern.
Heute Life
20.05.2026, 13:29
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Das Handy liegt neben dem Frühstücksteller, vibriert beim Sonnenbaden und leuchtet selbst noch spätabends im Hotelbett auf. Für viele Menschen sieht Urlaub mittlerweile kaum anders aus als der Alltag zuhause – nur eben mit Meerblick. Statt echter Erholung dominieren Nachrichten, E-Mails, Social Media und das ständige Gefühl, erreichbar sein zu müssen. Genau dagegen formiert sich jetzt ein neuer Reise-Trend: "Deadzoning".

Urlaub ohne Dauerstress

Der Begriff beschreibt bewusste digitale Auszeiten im Urlaub: Immer mehr Menschen versuchen dabei, das Smartphone nicht permanent in der Hand zu halten oder verzichten zeitweise sogar komplett darauf. Das Ziel: endlich wirklich abschalten. Viele fühlen sich durch die permanente Erreichbarkeit ausgelaugt. Selbst im Urlaub bleibt das Gehirn oft im "Arbeitsmodus": Schnell noch Mails checken, kurz auf WhatsApp antworten oder durch TikTok scrollen. Wirkliche Ruhe entsteht dabei kaum. "Deadzoning" soll genau diesen Kreislauf durchbrechen.

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Abschalten beginnt schon bei der Buchung

Wer den digitalen Rückzug ernst meint, beginnt oft bereits bei der Reiseplanung. Immer beliebter werden abgelegene Orte mit schlechtem Empfang – etwa kleine Bergdörfer, einsame Küstenregionen oder Hütten mitten in der Natur.

Auch Hotels reagieren mittlerweile auf den Trend: Einige Unterkünfte werben inzwischen gezielt mit "Digital Detox"-Angeboten. Dort gibt es bewusst wenig WLAN, handyfreie Zonen oder Programme, die Gäste aktiv zum Abschalten motivieren.

Klare Regeln helfen beim Offline-Sein

Ein wichtiger Schritt beginnt oft schon vor der Abreise: klare Kommunikation. Wer Kollegen, Freunde oder Familie rechtzeitig informiert, dass er nicht ständig erreichbar sein wird, nimmt sich selbst enormen Druck. Viele setzen dabei auf feste Handy-Zeiten statt kompletter Isolation. Das Smartphone bleibt etwa morgens bis nach dem Frühstück ausgeschaltet oder verschwindet abends bereits vor dem Essen im Flugmodus. So entstehen bewusste Offline-Phasen, ohne völlig von der Außenwelt abgeschnitten zu sein.

Besonders beliebt sind mittlerweile kleine Tricks, um sich selbst auszubremsen. Manche Urlauber deaktivieren sämtliche Push-Nachrichten, andere sperren ihr Handy zeitweise sogar in spezielle Boxen ein oder holen sich "Dumb Phones".

Warum analog plötzlich wieder Luxus ist

Je weniger Zeit am Bildschirm verbracht wird, desto stärker rücken oft die kleinen Dinge in den Vordergrund. Wandern, Schwimmen, Karten spielen, lesen oder einfach nur ein langes Gespräch beim Abendessen – solche Momente machen für viele inzwischen den eigentlichen Luxus aus. Viele "Deadzoning"-Fans führen sogar wieder Reisetagebücher oder halten ihre Eindrücke bewusst offline fest. Der Grund: Wer nicht permanent ans Handy denkt, erlebt den Urlaub oft intensiver.

Am Ende geht es bei Urlaubs-Trend nicht darum, Technik komplett zu verteufeln. Vielmehr soll der Urlaub wieder zu dem werden, was er eigentlich sein sollte: eine echte Pause für Kopf und Körper.

{title && {title} } red, {title && {title} } 20.05.2026, 13:29
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