Heftige Betonier-Vorwürfe

"FPÖ-Feldzug gegen die Natur geht weiter"

Neue Verordnung sorgt für Wirbel: Bei kleineren Bauprojekten sollen Umweltprüfungen teils wegfallen. Die Grünen schlagen Alarm.
Newsdesk Heute
12.05.2026, 10:38
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In Salzburg tobt der nächste Streit um Natur- und Umweltschutz. Der blaue Raumordnungslandesrat Martin Zauner hat eine neue Verordnung vorgelegt, die Umweltprüfungen bei kleineren Bau- und Umwidmungsprojekten lockern soll. Konkret geht es um Flächen bis 5.000 Quadratmeter – das ist größer als der Salzburger Domplatz.

Für die Salzburger Grünen ist das ein Frontalangriff auf die Natur. Klubobfrau Martina Berthold warnt vor einer schleichenden Verbauung des Landes. "Unsere Wiesen und Wälder und unsere wunderschöne Landschaft machen Salzburg für alle lebenswert. Das gilt es zu erhalten", so Berthold.

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Besonders kritisch sehen die Grünen, dass eine bisherige Schutzregel gegen die sogenannte Salami-Taktik fallen soll. Bis jetzt mussten mehrere zusammenhängende Widmungen gemeinsam betrachtet werden. Dadurch sollte verhindert werden, dass große Projekte künstlich in kleine Teile zerlegt werden, um strengere Umweltprüfungen zu umgehen.

Fällt diese Regelung weg, könnten größere Bauvorhaben künftig leichter scheibchenweise umgesetzt werden. "Stück für Stück werden Kontrollen abgebaut, Schutzstandards gesenkt und wertvolle Lebensräume unter Druck gesetzt", kritisiert Berthold scharf.

Die Grünen verweisen darauf, dass Naturschutz und Entwicklung kein Widerspruch sein müssen. Als Beispiel nennt Berthold den Hochwasserschutz in Hollersbach. Dort sei gezeigt worden, dass Sicherheit für Menschen und Rücksicht auf die Natur gleichzeitig möglich seien.

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