Zwischen Hype und Häme

"Spielzeug" – TikTok lacht über Swatch-AP-Kollektion

Zwei Uhrmacher bringen gemeinsam eine neue Kollektion auf den Markt. Doch statt Begeisterung erntet die "Royal Pop" aktuell vor allem Spott im Netz.
Artiola  Zhabota
13.05.2026, 12:44
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Wochenlang wurde spekuliert, gerätselt und analysiert. Kryptische Teaser auf Social Media, auffällige Farbenspiele und erste Gerüchte aus der Uhrenwelt hatten die Community bereits nervös gemacht: Swatch und die Luxusmarke Audemars Piguet bringen tatsächlich eine gemeinsame Kollektion auf den Markt. Doch statt Euphorie erntet die neue "Royal Pop"-Reihe vor allem eines: Spott.

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Denn die Reaktionen im Netz fallen überraschend brutal aus. In den sozialen Medien überschlagen sich derzeit die Kommentare – und viele Nutzer können mit dem ungewöhnlichen Design der Kollektion wenig anfangen.

Luxus-Ikone trifft Plastik-Look

Die neue "Royal Pop"-Kollektion orientiert sich an einem der berühmtesten Uhrenmodelle der Welt: der legendären Royal Oak von Audemars Piguet. Die ikonische Luxus-Uhr wurde 1972 vom berühmten Designer Gérald Genta entworfen und gilt bis heute als absoluter Statusklassiker unter Sammlern.

Das Original ist allerdings kaum zu bekommen – und immens teuer. Rund 45.000 Euro kostet eine Royal Oak im Durchschnitt. Deshalb war die Spannung rund um die Swatch-Kooperation enorm: Viele Fans hatten erwartet, dass Swatch (ähnlich wie bei der erfolgreichen Moonswatch mit Omega) eine günstigere Kunststoffversion der Royal Oak fürs Handgelenk auf den Markt bringt.

Statt Armbanduhr kommt die Taschenuhr

Die "Royal Pop"-Modelle lösen sich komplett vom klassischen Armband-Konzept. Statt einer gewöhnlichen Uhr fürs Handgelenk präsentiert Swatch diesmal auffällige Taschenuhren im sogenannten Lépine- und Savonette-Stil. Das sorgt nun für hitzige Diskussionen im Netz. Unter einem TikTok-Video des deutschen Unternehmers und Uhrenexperten Marc Gebauer sammeln sich tausende Kommentare – viele davon wenig schmeichelhaft. "Happy-Meal-Spielzeug", schreibt ein User.

Andere sprechen vom "besten Aprilscherz im Mai" oder machen sich über Fans lustig, die bereits vor Swatch-Stores zelten wollen. Ein weiterer Kommentar vergleicht die Kollektion sogar mit bunten Zuckerketten aus der Kindheit.

Trotzdem dürfte der Hype riesig werden

So kritisch die Kommentare auch ausfallen, freuen sich andere trotzdem auf den offiziellen Verkauf. Bereits die Moonswatch-Kollektion von Omega und Swatch sorgte 2022 weltweit für Chaos vor den Geschäften. Damals bildeten sich kilometerlange Warteschlangen, einzelne Modelle wurden online für das Mehrfache weiterverkauft.

Die "Royal Pop"-Kollektion erscheint offiziell am 16. Mai 2026 und wird nur in ausgewählten Stores verkauft. Die sechs Modelle im Lépine-Stil kosten jeweils 385 Euro, die zwei Savonette-Varianten liegen bei 400 Euro.

Diese Stores verkaufen die Kollektion in Österreich

Auch in Österreich wird die Kollektion nur in wenigen ausgewählten Filialen erhältlich sein. Verkauft werden die Modelle unter anderem in der Wiener Kärntner Straße, am Graben, in der Shopping City Süd sowie in Salzburg, Graz und Innsbruck. Wie bei früheren Swatch-Kollaborationen gilt außerdem eine strenge Limitierung: Pro Person darf nur eine Uhr pro Tag und Store gekauft werden.

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