Neue Studie klärt auf

Modemythos: Querstreifen machen dick – oder doch nicht?

Querstreifen haben in der Mode einen schlechten Ruf. Viele glauben: Wer solche Muster trägt, wirkt automatisch breiter. Warum das nicht stimmt.
Heute Life
12.05.2026, 13:20
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Kaum ein Mode-Satz hält sich so hartnäckig wie dieser: "Querstreifen machen breit." Viele greifen deshalb automatisch zu Längsstreifen, wenn sie schlanker wirken möchten – und meiden horizontale Muster lieber ganz. Doch genau dieser Mythos gerät jetzt ins Wanken. Denn neue Forschungsergebnisse zeigen: Querstreifen sind offenbar viel besser als ihr Ruf.

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Querstreifen können durchaus schlank machen

Für eine Studie, die im Fachjournal "i-Perception" veröffentlicht wurde, analysierten Forscher die Wirkung verschiedener Streifenmuster auf die Figur. Insgesamt nahmen 241 Personen an der Untersuchung teil. Die Teilnehmer bekamen Bilder einer Frau gezeigt, die Oberteile mit unterschiedlichen Streifen trug: mal horizontal, mal vertikal, mal mit engen Linien, mal mit größeren Abständen.

Das überraschende Ergebnis: Nicht Längsstreifen schnitten automatisch am besten ab – sondern bestimmte horizontale Muster.

Nicht der Streifen selbst, sondern das Verhältnis zählt

Besonders schmale Querstreifen mit mittlerem Abstand wurden von vielen Teilnehmern sogar als besonders figurfreundlich wahrgenommen. Laut der Studie wirkte ein Muster mit schmalen schwarzen Linien und etwas breiteren weißen Zwischenräumen am schlanksten. Die Forscher erklären das mit optischen Täuschungen: Werden zweidimensionale Linien auf den menschlichen Körper übertragen, entstehen unterschiedliche visuelle Effekte. Dadurch kann Kleidung die Wahrnehmung der Körperform stärker beeinflussen, als viele denken.

Nicht jede Linie wirkt gleich

Die Ergebnisse bedeuten allerdings nicht, dass ab sofort jede Art von Querstreifen automatisch schlank macht. Denn auch die Studie zeigt: Breite Linien oder ungünstige Abstände können die Wirkung komplett verändern.

Entscheidend bleibt deshalb immer das Gesamtbild. Wie breit sind die Streifen? Wie eng liegen sie beieinander? Und wie harmoniert das Muster mit Schnitt und Körperform?

Das große Ganze zählt

Die Forscher betonen aber: Die Ergebnisse sind kein Freibrief für neue Stylingregeln. Getestet wurde nur an einer Frau, außerdem waren alle Teilnehmenden Studierende aus Taiwan. Ob das auf andere Körperformen, Kleidungsstücke, Farben oder Kulturen übertragbar ist, weiß man noch nicht.

Wer beim nächsten Shoppingtrip zu Streifen greift, sollte deshalb weniger auf alte Mode-Mythen hören – und stärker auf das Gesamtbild achten. Oft macht nicht die Richtung der Streifen den Unterschied, sondern die Kombination aus Muster, Schnitt und Passform.

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