Bildgeneratoren wie Midjourney, ChatGPT oder Bing Image Creator machen Spaß und setzen Ideen in Sekunden um. Doch sobald solche Bilder nicht als KI-Werke gekennzeichnet werden oder Fake News verbreitet werden, wird es problematisch. Selbst erfahrene Nutzer fallen immer häufiger auf Fälschungen herein.
"Generative KI versteht nichts von Physik, versteht nichts von Geometrie und macht allen möglichen verrückten Kram", erklärt Hany Farid, einer der weltweit führenden Bildforensik-Experten an der University of California in Berkeley.
Wie chip.de unter Berufung auf das Wissenschaftsmagazin Science berichtet, liegt genau hier die Schwäche: Legt man bei einem echten Foto farbige Linien entlang gerader Kanten an, treffen sich diese an einem zentralen Fluchtpunkt. Bei KI-Bildern hingegen überschneiden sich die Linien an mehreren verschiedenen Stellen.
Das kostenlose Tool Greenshot macht den Test einfach: Erstelle ein Bildschirmfoto des verdächtigen Bildes, öffne es im integrierten Editor und wähle "Linie zeichnen". Ziehe die Linien entlang gerader Kanten, etwa an Gebäuden.
Schon bei vier bis fünf Linien zeigt sich, ob es einen gemeinsamen Fluchtpunkt gibt oder die Striche kreuz und quer verlaufen. Der Trick funktioniert übrigens auch bei Standbildern aus KI-generierten Videos.