Chatbots wie ChatGPT oder Googles Gemini werden immer häufiger für die Suche nach Informationen verwendet. Das Problem: Nutzer bekommen direkte Antworten und müssen nicht mehr auf Websites klicken. Für Google bedeutet das weniger Traffic und damit weniger Werbeeinnahmen.
Als Reaktion darauf führte der Konzern mit den sogenannten "AI Overviews" eine eigene Zusammenfassung oberhalb der Suchergebnisse ein. Doch diese verschärfte das Problem für Website-Betreiber nur noch weiter - sie verlieren noch mehr Besucher.
Wie t3n.de berichtet, hat Google jetzt fünf konkrete Updates angekündigt, die wieder mehr Traffic auf externe Websites lenken sollen. Die wichtigste Neuerung: Am Ende der KI-Übersicht gibt es künftig einen neuen Abschnitt mit kuratierten Links zu Artikeln und Fallstudien.
Auf dem Desktop führt Google außerdem einen Inline-Link-Kontext ein. Fährt man mit der Maus über einen eingebetteten Link, wird der Name der Website und der Seitentitel angezeigt. Das soll die Hemmschwelle senken, auf unbekannte Links zu klicken.
Drei weitere Änderungen betreffen spezielle Nutzungsszenarien: Links aus aktiven Nachrichten-Abos werden künftig hervorgehoben, es gibt Vorschauen auf Meinungen aus Online-Foren und sozialen Medien, und die Produktsuche erhält mehr direkte Links zu Händler- und Bewertungsseiten.
Ob die Maßnahmen ausreichen werden, um die verärgerten Publisher zu besänftigen, bleibt abzuwarten. Google sieht sich wegen seiner KI-Funktionen aktuell mit mehreren Untersuchungen und Kartellklagen konfrontiert.