Google treibt seine KI-gestützte Suche weiter voran und verändert dabei Schritt für Schritt, wie Antworten im Netz dargestellt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei der KI-Modus und die KI-Übersichten, die Nutzerinnen und Nutzern bereits heute kurze Zusammenfassungen direkt in der Suche liefern. Nun wird dieses System deutlich erweitert.
Nach Angaben von Google sollen fünf Neuerungen dafür sorgen, dass Menschen leichter zu echten Websites, journalistischen Inhalten und geprüften Quellen finden. Gleichzeitig betont Google, dass man damit das offene Web stärken und die Sichtbarkeit von Verlinkungen verbessern wolle.
Eine der sichtbarsten Änderungen betrifft die Platzierung von Links. Künftig sollen Verweise auf Websites öfter direkt im Fließtext einer KI-Antwort auftauchen. Nutzer müssen also nicht mehr erst am Ende einer Zusammenfassung nach Quellen suchen, sondern bekommen diese direkt dort angezeigt, wo ein Thema erklärt wird.
Zusätzlich werden diese Verlinkungen teilweise mit mehr Kontext versehen. Es soll also einfacher werden zu erkennen, welche Art von Inhalt hinter einem Klick steckt und ob es sich etwa um einen ausführlichen Artikel oder eine Hintergrundanalyse handelt.
Ein weiterer Punkt betrifft die Art, wie Antworten erweitert werden. Google beschreibt, dass KI-Zusammenfassungen oft nur der Einstieg in ein Thema sind. Deshalb sollen unter vielen Antworten direkt weiterführende Inhalte vorgeschlagen werden.
Damit will das Unternehmen erreichen, dass Nutzer nicht bei der kurzen Zusammenfassung stehen bleiben, sondern tiefer in ein Thema eintauchen. Wer etwa nach einem Thema wie Stadtentwicklung oder Naturprojekten sucht, bekommt künftig direkt passende Hintergrundberichte angezeigt, die über die erste KI-Antwort hinausgehen.
Ein besonders praktischer Schritt betrifft kostenpflichtige Inhalte. Inhalte aus bestehenden Medienabos sollen im KI-Modus künftig klarer hervorgehoben werden. Nutzer sollen damit schneller erkennen, welche Artikel sie ohnehin bereits über ein Abo lesen können. Google arbeitet dabei mit Verlagen zusammen, die ihre Inhalte entsprechend verknüpfen.
Neu ist auch, dass KI-Antworten stärker auf Diskussionen aus dem Netz zurückgreifen. Beiträge aus Foren, sozialen Plattformen oder öffentlichen Gesprächen sollen künftig öfter direkt in die Ergebnisse einfließen. Dabei werden diese Inhalte mit zusätzlichen Informationen versehen, etwa zum Ursprung der Diskussion oder zur jeweiligen Community.
Eine weitere Änderung betrifft die Darstellung innerhalb der Antworten selbst. Links sollen nicht mehr nur gesammelt erscheinen, sondern direkt an der Stelle eingeblendet werden, an der sie inhaltlich passen. Wenn es etwa um konkrete Tipps oder einzelne Schritte geht, sollen passende Quellen direkt daneben auftauchen.
Neu ist auch eine Vorschaufunktion am Desktop. Wenn Nutzer mit der Maus über einen Link fahren, erscheint künftig eine kurze Vorschau der jeweiligen Seite. Dazu gehören etwa der Name der Website oder der Titel des Artikels. Google reagiert damit auf ein bekanntes Problem: Viele Nutzer klicken nur dann auf Links, wenn sie wissen, was sie erwartet.