Verschwörung oder Zufall?

Tote Forscher: Warum wir Muster sehen

Elf tote Wissenschaftler in den USA sorgen für wilde Spekulationen im Netz. Doch Statistiker erklären: Das ist völlig normal.
Technik Heute
11.05.2026, 11:07
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Auf Social-Media-Plattformen kursieren seit einigen Monaten Listen mit elf Wissenschaftlern in den USA, die unter teils ungeklärten Umständen gestorben oder verschwunden sein sollen. Alle hatten Verbindungen zu sicherheitsrelevanten Themen.

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Unter den Fällen sind ein Nuklearforscher am MIT, ein Astrophysiker mit langjähriger Verbindung zum NASA Jet Propulsion Laboratory, eine Projektmanagerin sowie mehrere Raumfahrt- und Rüstungsingenieure.

Das menschliche Gehirn ist darauf ausgelegt, genau solche Cluster zu erkennen und als bedeutsam zu interpretieren, wie heise.de berichtet. Auch dann, wenn sie rein zufällig entstanden sind.

Statistik entzaubert das Muster

Die elf Fälle machen weniger als zwei Prozent der erwartbaren Todesfälle in dieser Berufsgruppe aus. Die Frage sei daher nicht, warum so viele Forscher gestorben sind, sondern warum ausgerechnet diese elf als Muster wahrgenommen werden.

Häufig werden auch fünf früh verstorbene chinesische KI-Forscher damit verknüpft. Die Todesfälle haben jedoch weder Arbeitgeber noch Themenfelder gemeinsam. Manche bringen die Fälle sogar mit dem Science-Fiction-Roman "Die drei Sonnen" von Liu Cixin in Verbindung - in dem eine außerirdische Zivilisation gezielt Wissenschaftler eliminiert.

Auch in Österreich verbreitet

Verschwörungstheorien finden auch hierzulande Anhänger. Laut einer Studie neigt etwa jeder fünfte Österreicher zu solchen Erklärungsversuchen. Menschen in Staaten mit Korruption oder geringer Demokratieerfahrung seien besonders anfällig.

Fazit der Experten: Die Dramaturgie der Erzählung ist überzeugend - die Datenlage deckt sie nach bisherigem Kenntnisstand nicht.

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