Schockierende Szenen in einer Wohnhausanlage in Wels: Seit dem 20. Februar galt eine 86-jährige Pensionistin als vermisst. Wochenlang fehlte von der Frau jede Spur. Erst als sich beißender Verwesungsgeruch im Stiegenhaus ausbreitete, alarmierten Bewohner die Polizei.
Die Beamten öffneten die Wohnungstür und machten die grausige Entdeckung. Im Inneren fanden sie den bereits stark verwesten Leichnam der Frau. Laut Polizei dürfte die Pensionistin schon länger tot gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion an, die Ermittlungen laufen.
Besonders erschütternd: Nachbarn berichten laut "Mein Bezirk OÖ", dass die Tochter der Verstorbenen weiterhin regelmäßig in der Wohnung unterwegs gewesen sein soll. Die Frau habe zurückgezogen gelebt und kaum Kontakt zu anderen Bewohnern gepflegt. Mehrere Anrainer vermuten nun, dass sie womöglich wochenlang neben ihrer toten Mutter gewohnt habe.
Die 86-Jährige sei im Haus bekannt gewesen und trotz ihres Alters noch sehr fit gewesen. "Sie war immer mit ihrer Tochter unterwegs", schilderte eine Nachbarin. Umso größer sei nun die Betroffenheit unter den Bewohnern der Anlage.
Die Polizei hält sich zu den Hintergründen derzeit bedeckt. Bestätigt wird lediglich, dass die Tote bereits längere Zeit in der Wohnung gelegen habe. Weitere Details sollen erst nach Abschluss der Ermittlungen bekanntgegeben werden.