Ohrenbetäubende Schüsse im eigentlich idyllischen St. Magdalena: Am Donnerstag gegen 13.30 Uhr ereignete sich die schreckliche Bluttat, zahlreiche Anrainer wurden Zeugen des folgenschweren Zwischenfalls.
Vor dem Traditionsgasthaus Lüftner war es zwischen einem 88-Jährigen, seiner 89 Jahre alten Frau und der Tochter (61) zu einem handfesten Streit gekommen. Sie dürften sich wegen eines Erbes in die Haare geraten sein. Der Mann griff zu einer Pistole, tötete die beiden Frauen und sich selbst.
Suizidgedanken?
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In der Regel berichten wir nicht über Selbsttötungen – außer Suizide oder Suizidversuche erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.
Wenn du unter Selbstmord-Gedanken oder Depressionen leidest, dann kontaktiere die Telefonseelsorge unter der Nummer 142, täglich 0-24 Uhr.
Telefonseelsorge – Notruf 142
Kriseninterventionszentrum: 01/4069595
Das Delikt sorgt nicht nur in der Bevölkerung für Bestürzung: "Dieser schockierende Doppelmord macht sprach- und fassungslos", meldet sich Frauenstadträtin Eva Schobesberger (Grüne) auf Instagram zu Wort. "Ich bin unendlich traurig und wütend zugleich."
Die Tat führe einmal mehr vor Augen, wie groß das Problem von Männergewalt gegen Frauen sei, so Schobesberger. Es gebe dringenden Handlungsbedarf für die gesamte Gesellschaft.
Auch Neos-Landessprecher Felix Eypeltauer zeigt sich "traurig über diese weitere sinnlose und brutale Gewalttat". Wenn ungeeignete Menschen über Waffen verfügen, sei das eine massive Gefahr für die Sicherheit im Land.
Davon betroffen seien mögliche Opfer genauso wie Polizisten. "Wer Sicherheit ernstnimmt, muss den Zugang zu Schusswaffen auf ein Minimum beschränken", betont Eypeltauer.
Der Zwischenfall wird auch Thema bei einem Gipfel sein, zu dem die Stadt Linz bereits nach anderen Gewalttaten für kommenden Montag geladen hat. Im Mittelpunkt stehe nun eine umfassende Analyse des aktuellen Lagebildes, sagen Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) und Sicherheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ). Die gesamte Stadtregierung sei eingeladen.
Überparteiliches Ziel müsse es sein, der Bevölkerung "rasch ein Gefühl der Sicherheit zurückzugeben", erklärt Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP). Der städtische Ordnungsdienst müsse zu "einer echten Stadtpolizei" weiterentwickelt werden.