Schüsse in Linz

"Drei, vier Knaller" – Schock nach tödlicher Bluttat

Die Bluttat schockierte am Donnerstag: Ein Mann (88) soll seine Ehefrau und Tochter getötet haben. Nach den Schüssen zog die Stadt erste Konsequenzen.
Lea Strauch
08.05.2026, 03:00
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Blutige Tragödie mitten im idyllischen Linzer Stadtteil St. Magdalena: Vor dem beliebten Gasthaus Lüftner fielen am Donnerstag plötzlich mehrere Schüsse. Drei Menschen starben. Anrainer schilderten gegenüber "Heute" die dramatischen Minuten während und nach der Bluttat, die Stadt zog direkt Konsequenzen.

"War sehr geschockt"

"Es ist eigentlich eine ruhige Gegend, ich war sehr geschockt", sagte eine Anwohnerin, die anonym bleiben möchte. Sie selbst habe die Schüsse nicht gehört, ihr Nachbar aber schon: "Wir sind am Balkon gesessen und haben Kaffee getrunken", erzählt Andreas H. (70).

Erst hätten er und seine Freundin gedacht, Kinder hätten am Spielplatz Böller gezündet. "Es waren drei, vier Knaller", berichtet H. weiter. "Ich habe mir nichts dabei gedacht, man denkt ja nicht immer gleich das Schlimmste." Kurz darauf heulten aber die Sirenen. "Da habe ich mir gedacht, da muss irgendwas passiert sein."

Sämtliche Zufahrten rund um das Gasthaus wurden abgesperrt, der Tatort gesichert. Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein 88-jähriger Mann zuerst auf seine Ehefrau (89) und die gemeinsame Tochter (61) geschossen haben.

Suizidgedanken? Hol dir Hilfe – es gibt sie

In der Regel berichten wir nicht über Selbsttötungen – außer Suizide oder Suizidversuche erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wenn du unter Selbstmord-Gedanken, oder Depressionen leidest, dann kontaktiere die Telefonseelsorge unter der Nummer 142, täglich 0-24 Uhr.
Kriseninterventionszentrum: 01/4069595

Danach dürfte er die Waffe gegen sich selbst gerichtet haben. Für alle drei Personen kam jede Hilfe zu spät. Die Tatwaffe wurde jedenfalls rasch sichergestellt. Als Motiv wird laut "Krone" ein möglicher Erbschaftsstreit vermutet.

Gedenkminute statt Feuerwerk

Nach der tödlichen Messer-Attacke auf der Landstraße und dem brutalen Axt-Angriff am Südbahnhofmarkt steht die Stadt damit innerhalb kürzester Zeit schon wieder unter Schock. Auch in St. Magdalena war die auffällige Häufung derartiger Taten in Linz bei vielen Passanten ein Thema.

Die Stadt Linz zog nach der Bluttat jedenfalls direkt Konsequenzen: Das für Donnerstagabend geplante traditionelle Feuerwerk am Urfahranermarkt wurde abgesagt. Stattdessen gab es eine Gedenkminute. Das Abschießen der Raketen wurde auf Samstag um 21.30 Uhr verschoben.

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