Die Anspannung ist groß. Mitten in Linz, im Franckviertel brennt ein Wohnhaus. Beim "Heute"-Lokalaugenschein um kurz nach 14 Uhr sind mehrere Feuerwehren im Einsatz, die Straße ist gesperrt. Die Lage in der Hittmairstraße ist weit mehr als brenzlig, sogar die Cobra musste anrücken. Der Grund: Einer der Bewohner lagerte in seiner Wohnung nach eigenen Angaben gefährliche Gegenstände.
Der Mann hatte sich bereits beim Eintreffen der Einsatzkräfte ins Freie gerettet, er kletterte durch das Fenster auf das Dach. Er saß – nur spärlich bekleidet – auf dem Haus, nur wenige Meter von den rauchenden Räumlichkeiten entfernt. Er wurde per Drehleiter geborgen – sein Gesicht war schwarz vom Ruß, die Finger verbrannt, dazu Verdacht auf Rauchgasvergiftung.
Ein Video zeigt dramatische Szenen kurz vor der Rettung: Der Betroffene ist am Dach zu sehen. "Geh' eini, ned außa! Du foist oba!", ruft ihm jemand vom Boden aus zu. Er reagiert aber nicht darauf, sondern kriecht in der Unterhose schreiend auf den Dachschindeln umher.
Der Wohnungsbesitzer hatte es offenbar nicht nur wegen des Feuers eilig gehabt, ins Freie zu kommen. Laut Feuerwehr soll er erklärt haben, dass sich in den Räumlichkeiten Schusswaffen, Munition und zwei Handgranaten befinden.
Wegen möglicher Explosionsgefahr verzichtete die Berufsfeuerwehr auf einen Angriff von innen. Rund 40 Helfer bekämpften die Flammen.
Dass es sich um keine gewöhnliche Aktion gehandelt hat, bestätigt auch Einsatzleiter Gerhard Krenn: "Das war kein normaler Zimmerbrand", sagt er gegenüber "Heute".
Gegen 15.00 Uhr hatte sich die Situation weitgehend entspannt. Und: Gefunden wurde in der Wohnung vorerst nichts Gefährliches. Später sollte der Brandschutt noch genau untersucht werden. Spezialeinheiten fanden aber auch da offenbar nichts. Am späten Nachmittag gab es Entwarnung.