Seinen Namen kannten nicht alle. Doch wer in Linz unterwegs war, hat ihn mit großer Wahrscheinlichkeit schon einmal gesehen: Johannes Seidl. Der langjährige "Kupfermuckn"-Verkäufer, Redakteur und Pfandsammler ist am 30. April im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Linz verstorben.
Die Straßenzeitung Kupfermuckn ist ein Kultur- und Beschäftigungsprojekt der Arge für Obdachlose. Über die Mitgestaltung und den Verkauf der Zeitung wird Wohnungslosen und in Armut lebenden Menschen ein Zuverdienst geboten. Seit mittlerweile fast 30 Jahren kommt der überwiegende Teil der Texte aus der Betroffenen-Redaktion.
Spendenkonto: Arge für Obdachlose
IBAN: AT46 1860 0000 1063 5860
BIC: VKBLAT2L
Die Spende kommt ausschließlich sozial benachteiligten Menschen zugute.
Die traurige Nachricht teilte das Team der "Kupfermuckn" jetzt auf Facebook. Der 64-Jährige war einer der bekanntesten Pfandsammler der Stadt. Gleichzeitig war er seit Jahren eng mit der Straßenzeitung verbunden.
Noch vergangene Woche nahm er gemeinsam mit dem Team an der Armutskonferenz in Salzburg teil. Dort ging es darum, die Situation von armen und obdachlosen Menschen zu verbessern.
Bei der "Kupfermuckn" ist die Trauer groß: "Uns fehlen die Worte", schreibt das Team. Man habe "einen wunderbaren Menschen, Wegbegleiter und Freund verloren". Und weiter: "Danke, dass du uns so viele Jahre bereichert hast und einen Teil deines Weges mit uns gegangen bist."
Ein Termin für die Beisetzung wurde noch nicht bekannt gegeben. Dieser soll laut "Kupfermuckn" zu einem späteren Zeitpunkt auf Facebook veröffentlicht werden, damit sich Wegbegleiter angemessen von ihm verabschieden können.