Der Verzicht auf Muttertags-Gedichte in einem Kindergarten in Gallneukirchen (OÖ, Bezirk Urfahr-Umgebung) sorgt weiter für heftige Diskussionen.
Die Begründung des von der Caritas betriebenen Kindergartens: "Uns ist bewusst, dass Kinder heute in ganz unterschiedlichen Familienformen aufwachsen. Klassische Rollenbilder rund um Mutter- und Vatertag spiegeln diese Vielfalt nicht immer wieder und sind daher aus unserer Sicht nicht mehr zeitgemäß für den Kindergartenalltag."
Eine Mutter aus der Region protestiert gegenüber "Heute" heftig: „Ich will als Mutter an diesem Tag geehrt werden, auch mit einem Gedicht." Und dann: "Wir haben hier in unserem Ort keine Familien, die in anderen Konstellationen leben."
Die Wogen gehen hoch, immer mehr Eltern melden sich zu Wort. Julia B. (Name der Redaktion bekannt) freut sich über das Weglassen der Gedichte für Mama: "Ich persönlich finde es eine Frechheit, dass ich als Frau auf das Muttersein reduziert werde." Viele Muttertags-Gedichte würden noch immer vor allem Haushalt und klassische Rollenbilder betonen.
Weiter sagt sie: "Im Jahr 2026 erwarte ich mehr von öffentlichen Einrichtungen, egal welchem Träger diese angehören. Somit unterstütze ich die Leiterin des betreffenden Kindergartens voll und ganz." Und Julia B. widerspricht der Kritikerin: "Auch in Gallneukirchen leben Familien, die nicht 'klassisch' sind und das ist gut und richtig so."
Die Caritas weiter in ihrer Erklärung: "Es geht nicht darum, Traditionen abzuschaffen, sondern sie bewusst weiterzuentwickeln, damit sie für alle Kinder gut erlebbar bleiben – und Kinder Wertschätzung auf ihre eigene Weise ausdrücken können."