Schockierender Einsatz in Wels: Weil im Stiegenhaus eines Mehrparteienhauses starker Verwesungsgeruch wahrgenommen wurde, rückte die Polizei am Montag gegen 11.30 Uhr aus.
Bei der Nachschau in der betroffenen Wohnung trafen die Beamten auf eine 53-jährige Frau. Die psychisch stark beeinträchtigte Welserin lebt gemeinsam mit ihrer 86-jährigen Mutter in der Wohnung. Im Schlafzimmer machten die Polizisten schließlich die grausige Entdeckung: Im Bett lag die bereits verweste Leiche der Pensionistin.
Die 53-Jährige konnte laut Polizei keine plausiblen Angaben dazu machen, wie ihre Mutter ums Leben gekommen ist oder seit wann die Frau tot in der Wohnung lag. Die Staatsanwaltschaft Wels ordnete deshalb eine Obduktion an. Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen laufen derzeit auf Hochtouren.
Besonders verstörend für die Bewohner: Die Tochter der Verstorbenen soll laut mehreren Anrainern weiterhin regelmäßig in der Wohnung ein und aus gegangen sein. Die Frau lebte laut Nachbarn sehr zurückgezogen und habe kaum soziale Kontakte gepflegt.
Nun steht laut "Mein Bezirk OÖ" der Verdacht im Raum, dass sie wochenlang neben der toten Mutter gewohnt haben könnte. Die Polizei bestätigt inzwischen den Todesfall und erklärt, dass die Frau "schon länger da gelegen" habe. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen laufen weiter.