Tier in Linz gefunden

Drama um Entenküken – Finderin dementiert Vorwürfe

Ein Entenküken aus Linz-Pichling sorgt weiter für Wirbel: Jetzt dementiert die Finderin die Schilderung der SOS Tierhelfer Linz entschieden.
Oberösterreich Heute
07.05.2026, 05:00
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Ein kleines Entenküken aus Linz-Pichling sorgt weiter für Wirbel. Nachdem die SOS Tierhelfer öffentlich Alarm geschlagen hatten, meldete sich nun die Finderin selbst bei "Heute" – und widerspricht mehreren Vorwürfen entschieden.

Die Frau schildert, sie habe das Tier nur wenige Meter von ihrem Wohnhaus entfernt auf einer Baustelle entdeckt. In der Umgebung hätten sich mehrere frei laufende Katzen befunden, das Küken sei apathisch gewesen und aus ihrer Sicht in akuter Gefahr. Deshalb habe sie das Tier kurzfristig gesichert, um es vor möglichen Angriffen zu schützen.

Finderin widerspricht Schilderungen

Von einer Haltung als Haustier könne laut ihrer Darstellung keine Rede sein. Gegenüber "Heute" betont die Finderin, sie habe das Entenküken lediglich vorübergehend versorgt und gleichzeitig nach einer fachkundigen Stelle gesucht. Sie habe sich dabei nach eigenen Angaben an Empfehlungen zur Wildtierversorgung orientiert.

Besonders gegen die Darstellung, sie habe das Tier als Haustier gehalten, wehrt sich die Finderin. Gegenüber "Heute" betont sie, das Küken sei niemals dauerhaft gehalten worden. Auch die Aussagen, das Tier sei falsch versorgt worden oder habe im Kinderzimmer gelebt, bezeichnet sie als "verzerrtes Bild der tatsächlichen Abläufe".

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Die SOS Tierhelfer Linz bleiben jedoch bei ihrer Einschätzung: Bei der Übergabe habe sich das Entenküken laut Verein in keinem guten Zustand befunden. Die Helfer sprechen in einem aktuellen Statement gegenüber "Heute" von Unterkühlung, Verdauungsproblemen und massivem Stress für das Wildtier.

Keine böse Absicht

"Zudem wurde das Tier in einer Umgebung (es sah aus wie das Kinderzimmer) vorgefunden, die aufgrund der hohen Geräuschkulisse und Unruhe (aufgeregte Kinder) massiven Stress für ein Wildtier bedeutet", so der Verein, der nach eigenen Angaben rechtliche Schritte prüft. Und weiter: "Die gut gemeinte Hilfe der Finderin hat das Leben des Tieres aufgrund mangelnden Fachwissens gefährdet."

Die Tierretter betonen, dass sie der Frau keine böse Absicht unterstellen. Vielmehr solle der Fall als Warnung dienen: Wildtierbabys bräuchten vom ersten Moment an professionelle Betreuung.  Fest steht: Das kleine Entchen befindet sich mittlerweile auf einer Pflegestelle, lebt dort mit Artgenossen zusammen und wird auf ein Leben in der Natur vorbereitet.

{title && {title} } red, {title && {title} } 07.05.2026, 05:00
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