Bluttat in Linz

3 Tote vor Gasthaus: Motiv war wohl Streit um Erbschaft

Nach den tödlichen Schüssen vor dem Gasthaus Lüftner in Linz-Urfahr verdichten sich Hinweise auf einen Streit ums Erbe als Motiv.
Oberösterreich Heute
07.05.2026, 16:44
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Nach der tödlichen Bluttat in Linz-Urfahr kommen immer mehr Details ans Licht. Ein 88-jähriger Mann soll am Donnerstagnachmittag vor dem Traditionsgasthaus Lüftner seine Ehefrau (89) und die gemeinsame Tochter (61) erschossen haben. Danach dürfte er sich selbst getötet haben.

Die Polizei bestätigte drei Tote. Laut Ermittlern besteht keine Gefahr für die Bevölkerung mehr, die Tatwaffe wurde sichergestellt. Die Bluttat ereignete sich gegen 13.30 Uhr auf dem Parkplatz des beliebten Gasthauses.

Wie die "Krone" berichtet, dürfte ein Erbschaftsstreit hinter der Tragödie stecken. Laut ersten Informationen wurde am Tatort auch ein Abschiedsbrief gefunden. Offizielle Angaben zum Motiv gab es von der Polizei aber vorerst noch nicht.

Der Bereich rund um das Gasthaus wurde großräumig abgesperrt. Ermittler errichteten Sichtschutzwände und mehrere Zelte auf dem Parkplatz. Zahlreiche Polizisten, Rettungskräfte und die Feuerwehr standen im Einsatz.

Suizidgedanken?

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Telefonseelsorge - Notruf 142

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Am Tatort waren bewaffnete Polizisten zu sehen, die das Gelände sichern. Hinter Absperrbändern arbeiten Spurensicherer in weißen Schutzanzügen. Besucher des Gasthauses mussten ihre Fahrzeuge stehen lassen und den Bereich zu Fuß verlassen.

Stadt unter Schock

Der gesamte Stadtteil steht unter Schock. Viele Anrainer beobachteten den Großeinsatz fassungslos aus der Distanz. Eine Frau aus der Nachbarschaft erzählt gegenüber "Heute": "Meine Nachbarn haben die Schüsse gehört. Es ist alles sehr schockierend, das ist eigentlich eine sehr ruhige Gegend."

Erst rund eine halbe Stunde später durften die Gäste das Lokal wieder verlassen. Der Weg führte jedoch nur in eine Richtung. Der Bereich rund um den Parkplatz blieb streng abgesperrt. Unsere Reporterin beschrieb die Atmosphäre vor Ort als gespenstisch ruhig. "Man hört fast nur Vogelzwitschern", berichtet sie.

Gleichzeitig würden Polizisten konsequent alle Schaulustigen und Fotografen zurückweisen. Die Kripo ermittelt nun auf Hochtouren die genauen Hintergründe der Tat. Besonders im Fokus steht dabei das familiäre Umfeld der Opfer und des mutmaßlichen Schützen.

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