Blutige Tragödie am helllichten Donnerstag im Linzer Stadtteil St. Magdalena: Vor dem bekannten Gasthaus Lüftner fielen am Nachmittag mehrere Schüsse, die Polizei bestätigte drei Tote.
Die Polizei sperrte den Bereich großräumig ab, schwer bewaffnete Beamte sicherten beim "Heute"-Lokalaugenschein kurz nach der Tat das Gelände. Jetzt schildert ein Anrainer die dramatischen Momente unmittelbar vor der Bluttat.
Andreas H. (70) wohnt nur wenige Meter vom Gasthof entfernt. "Wir sind am Balkon gesessen und haben Kaffee getrunken", erzählt er gegenüber "Heute". Er und seine Freundin waren erst davon ausgegangen, Kinder hätten am Spielplatz Böller gezündet. "Es waren drei, vier Knaller", erzählt er weiter.
"Ich habe mir nichts dabei gedacht, man denkt ja nicht immer gleich das Schlimmste." Auf einmal seien aber die Sirenen losgegangen. "Da habe ich mir gedacht, da muss irgendwas passiert sein." Sämtliche Zufahrten rund um das Gasthaus wurden abgesperrt. Niemand durfte mehr in die Nähe des Tatorts.
Auch andere Anrainer und Passanten zeigten sich schockiert über die Tat. Die Gegend beschreiben alle einstimmig als "idyllisch" und "ruhig". Dass genau bei ihnen die Bluttat passierte, schockiert hier alle. Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein 88-jähriger Mann zuerst auf seine Ehefrau (89) und die gemeinsame Tochter (61) geschossen haben.
Suizidgedanken? Hol dir Hilfe – es gibt sie
In der Regel berichten wir nicht über Selbsttötungen – außer, Suizide oder Suizidversuche erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wenn du unter Selbstmord-Gedanken, oder Depressionen leidest, dann kontaktiere die Telefonseelsorge unter der Nummer 142, täglich 0-24 Uhr.
TelefonSeelsorge – Notruf 142
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Danach dürfte er die Waffe gegen sich selbst gerichtet haben. Für alle drei Personen kam jede Hilfe zu spät. Als Hintergrund der Tat steht laut "Krone" ein möglicher Erbschaftsstreit im Raum. Auch ein Abschiedsbrief wurde von der Polizei gefunden.
Laut den Ermittlern soll der Mann mit einer Weltkriegswaffe des Typs P39, die er illegal besaß, die Schüsse abgefeuert haben. Im Zuge der Durchuchung der Wohnung des Mannes, wurden in seiner Wohnung zusätzliche Munition und Magazine entdeckt, die zur sichergestellten Tatwaffe passen.