Im Linzer Stadtteil St. Magdalena – Schauplatz der blutigen Auseinandersetzung – herrscht weiter Fassungslosigkeit. Dort hat am frühen Donnerstagnachmittag ein hochbetagter Pensionist zur Pistole gegriffen. Er brachte seine 89-jährige Ehefrau und die gemeinsame Tochter (61) um. Danach verübte der Mann Suizid.
Die drei hatten im Traditionsgasthof Lüftner zu Mittag gegessen. Anschließend eskalierte auf dem Parkplatz vor dem Lokal ein Streit ums Erbe. Die Eltern waren mit dem neuen Partner der 61-Jährigen nicht zufrieden und sorgten sich ums Geld. "Es bestand die Sorge, dass für die Enkerl nichts bleibt", so Staatsanwältin Ulrike Breiteneder im Gespräch mit "Heute".
Freitagnachmittag wurde schließlich auch bekannt, wie die Frauen ums Leben kamen. Feststeht: Alle Schüsse wurden "aus relativ kurzer Distanz" abgegeben, berichtet die Behördensprecherin.
Laut Obduktion wurde auf die Tochter zweimal aus nächster Nähe geschossen. Die Gattin traf zuerst ein Schuss in die Brust, im Fallen erwischte sie ein weiterer am Kopf. Eventuell könnte noch ein drittes Mal auf sie geschossen worden sein, das stand aber vorerst nicht fest. Mit der letzten Kugel verletzte sich der Schütze selbst tödlich.
"Alles andere wird jetzt einige Zeit dauern", so Breiteneder zu den Einvernahmen und weiteren Erhebungen. Die folgenschwere Bluttat wird die Behörden mit Sicherheit noch mehrerer Monate beschäftigen. "Wir sind an einer lückenlosen Aufklärung interessiert", betont die Staatsanwältin.