Auf einmal krachten mehrere Schüsse durch das sonst so beschauliche St. Magdalena (Stadtteil von Linz-Urfahr): Am Donnerstag gegen 13.30 Uhr wurden zahlreiche Anrainer zumindest Ohrenzeugen des schrecklichen Zwischenfalls.
Was war passiert? Ein 88-Jähriger und seine 89 Jahre alte Ehefrau sowie die Tochter (61) waren vor dem Wirtshaus Lüftner in Streit geraten. Der vermutliche Grund: ein Konflikt ums Erbe.
Die Situation eskalierte auf offener Straße: Der betagte Mann griff zu einer illegalen Waffe aus dem Weltkrieg und feuerte auf die beiden Frauen. Anschließend tötete sich der Schütze selbst.
Suizidgedanken?
Hol dir Hilfe, es gibt sie.
In der Regel berichten wir nicht über Selbsttötungen – außer Suizide oder Suizidversuche erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.
Wenn du unter Selbstmord-Gedanken oder Depressionen leidest, dann kontaktiere die Telefonseelsorge unter der Nummer 142, täglich 0-24 Uhr.
Kriseninterventionszentrum: 01/4069595
Linz befindet sich seitdem im Ausnahmezustand: "Es ist alles sehr schockierend, das ist eigentlich eine sehr ruhige Gegend", erklärte etwa eine Frau im Gespräch mit "Heute". Die Stadt reagierte umgehend: Das traditionelle Feuerwerk am derzeit laufenden Urfahranermarkt wurde auf Samstag verschoben, stattdessen gab es eine Gedenkminute für die Opfer.
Unterdessen laufen intensive Erhebungen der Kriminalisten, um weitere Aufschlüsse zu erhalten. Für Freitagnachmittag ist die Obduktion der Toten angesetzt. Wann die Ergebnisse vorliegen sollen, war zunächst nicht bekannt.