Todesschüsse wegen Schulden

Bluttat in Wiener Lokal – Killer am Flughafen gefasst

Fünf Monate nach der tödlichen Schussattacke in Wien ist der mutmaßliche Täter gefasst und sitzt nun in Haft.
Newsdesk Heute
10.04.2026, 17:43
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Jetzt sitzt er hinter Gittern: Fünf Monate nach der tödlichen Eskalation in einem Kebab-Lokal in Wien-Ottakring ist der mutmaßliche Schütze zurück in Österreich. Seit Mittwoch befindet sich der 34-Jährige in der Justizanstalt Josefstadt – dort wartet er auf seinen Prozess. Darüber berichtet die "Krone" am Freitag

Die Tat selbst ereignete sich in der Nacht auf den 6. November. Hintergrund war ein Streit um einen Privatkredit über 50.000 Schweizer Franken (rund 54.000 Euro). Was als Aussprache gedacht war, geriet völlig außer Kontrolle: Anstatt die offene Summe zu begleichen, soll ein türkischer Taxifahrer plötzlich eine Pistole gezogen und auf die Anwesenden geschossen haben.

Ein 33-jähriger tschetschenischer Kampfsportler wurde dabei tödlich getroffen – ein Schuss ins Herz kostete ihn das Leben. Ein weiterer Mann, ein 55-jähriger Serbe, erlitt eine schwere Verletzung im Bauchbereich und überlebte nur knapp.

Unmittelbar nach der Tat flüchtete der Verdächtige gemeinsam mit einem 35-jährigen Begleiter. Während sich dieser bereits am Folgetag stellte, konnte sich der mutmaßliche Todesschütze ins Ausland absetzen – in seine frühere Heimat Türkei.

Festnahme am Flughafen

Die Fahndung blieb jedoch aufrecht. Beamte des Landeskriminalamts arbeiteten eng mit Verbindungsbeamten des Innenministeriums zusammen und konnten schließlich den Aufenthaltsort des Gesuchten ermitteln. Am Flughafen in Istanbul kam es schließlich zur Festnahme.

Nach 158 Tagen auf der Flucht wurde der Mann nach Österreich ausgeliefert. "Dieser Erfolg ist das Ergebnis der engen Zusammenarbeit. Unser Dank gilt dem großartigen Ermittler-Netzwerk", erklären Innenminister Gerhard Karner und Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl gegenüber der "Krone". Der Fall zeigt einmal mehr die Bedeutung der derzeit 30 Verbindungsbeamten – darunter sieben Frauen –, die international als wichtige Schnittstelle für die heimischen Sicherheitsbehörden im Einsatz sind.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 10.04.2026, 17:48, 10.04.2026, 17:43
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