Der Optimismus ist verflogen: Im Februar freuten wir uns noch, dass die Inflation gebremst war. Dann kam der Iran-Krieg und die Preise spielen wieder verrückt, die Teuerungsrate liegt erneut über 3 Prozent.
Anfang der Woche tankten wir noch Diesel um 2,2 Euro – das war der Durchschnittspreis, doch manche Tankstellen verlangten auch 2,80! Super kostete im Schnitt 1,80 Euro.

Dann kam Mitte der Woche die sogenannte Waffenruhe, die Ölpreise rasselten in der Nacht hinunter. Mit einem Tag Verzögerung erreichte diese Reduktion auch die heimischen Tankstellen. Am Donnerstag waren Autofahrer in Maria Enzersdorf (NÖ) freudig überrascht über "nur mehr" 1,937 Euro pro Liter Diesel.
In der Bundeshauptstadt allerdings bleibt der Diesel knapp über der 2-Euro-Grenze. In Innenstadt-Nähe muss man einen Cent mehr als diese Marke pro Liter bezahlen – gesehen bei Turmöl auf der Margaretenstraße in Wien-Wieden.
Extrem spannend bleibt es allerdings, was um Punkt 12 Uhr geschieht. Es ist der letzte Zeitpunkt vor dem Wochenende, an dem die Anzeigen der Zapfsäulen wieder nach oben geschraubt werden dürfen. Viele tanken davor, denn es ist unklar, ob der Spritpreis wegen der explosiven Lage in Nahost wieder steigt.
Hoffnungsschimmer: Heute Freitag steige unter Vermittlung Pakistans Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran.