Es ist eine schlimme Hochschaubahn der Preise. Seit Beginn des Irankriegs schossen die Preise an den Zapfsäulen in die Höhe. Ende Februar gab es noch einen Liter Diesel um etwa 1,60 Euro, vor einem Tag waren es 2,2 Euro. Bei Super schoss der Preis von 1,46 auf zuletzt 1,80 Euro.
Pro Tankfüllung (60 Liter) waren das Unterschiede von bis zu 36 Euro!
Jetzt gibt es – trotz extremen Säbelrasselns der Kriegsgegner – an vielen Tankstellen eine spürbare Erleichterung. Am späten Nachmittag war die billigste Tankstelle Wiens eine Jet in Wien Hietzing. Laut "Heute"-Spritpreisrechner verkaufte man hier den Liter Diesel um 2,024 Euro. Das sind gut 10 Prozent weniger als am Vortag!

Noch viel günstiger war es, wenn man ein paar Kilometer außerhalb der Großstadt tanken musste. Autofahrer blickten erleichtert auf die Preise: "Endlich wieder unter 2 Euro!" So gesehen in Maria Enzersdorf (NÖ, siehe Foto ganz oben). Plötzlich sank hier der Preis für Diesel auf 1,937 Euro. Super kostete 1,68 Euro.
Grund für die jetzige Preisreduktion ist wohl das Absacken des Rohölpreises am Mittwoch, als die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA ausgerufen wurde. Diese Verbilligung mussten die Konzerne auch an den Zapfsäulen weitergeben – das dauerte wohl einen Tag.
Einen richtigen Trend wollen die Betreiber aber noch nicht erkennen, die Lage sei zu volatil sagen sie, kein Mensch weiß, was in den nächsten Stunden und Tagen im Nahen Osten geschieht. Aktuell sieht es jedenfalls nicht nach Beruhigung aus.