Ganze Branche ächzt

"Massiv belastet": Lauter Hilferuf wegen extremer Dürre

Die nicht enden wollende Trockenheit setzt einer Branche besonders zu: der Landwirtschaft. Bauern berichten bereits von deutlichen Einbußen.
Oberösterreich Heute
08.05.2026, 04:00
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Die extreme Dürre hinterlässt immer deutlichere Spuren. Mehrere kleinere Flüsse und Bäche in Oberösterreich führen nur noch wenig Wasser – manche sind bereits komplett ausgetrocknet. Besonders betroffen sind derzeit der Hainbach im Mattigtal sowie der Kühbach in Mattighofen (beide Bez. Braunau).

"Diese Entwicklung dokumentiert deutlich die Folgen des fortschreitenden Klimawandels", erklärt der zuständige Landesrat Stefan Kaineder (Grüne). "Längere Dürre- und Hitzephasen treten häufiger auf."

Jetzt schlägt die oberösterreichische Landwirtschaftskammer Alarm: Die Bauern seien "massiv belastet". Die fehlenden Niederschläge seit Beginn der Vegetationsperiode hätten zu beträchtlichen Rückgängen bei Grünland und Ackerkulturen geführt.

Verluste von bis zu 50 Prozent

Die Landwirtschaftskammer rechnet vor: Daten aus der Praxis und aktuelle Ertragsauswertungen zeigen bereits Verluste beim ersten Schnitt von 40 bis 50 Prozent.

Selbst spätere Niederschläge werden diese Ausfälle laut Experten nur mehr teilweise kompensieren können. Auch bei zahlreichen Ackerkulturen macht sich die fehlende Bodenfeuchtigkeit bemerkbar.

Jungpflanzen entwickeln sich nur eingeschränkt, während sich Trocken- und Hitzestress mit steigenden Temperaturen zusätzlich verstärken.

"Die vergangenen Wochen haben gezeigt, wie rasch sich die Situation zuspitzen kann", betont Kammerpräsident Franz Waldenberger. "Viele Betriebe beobachten bereits erhebliche Ertragsverluste und sorgen sich um die weitere Entwicklung in den kommenden Monaten." Zusätzlich bitter: die Produktionskosten.

Rasche Unterstützung gefordert

Aus Sicht der Landwirtschaftskammer braucht es nun rasche Unterstützung und mehr Flexibilität für die Betriebe. Besonders wichtig seien kurzfristige Erleichterungen bei den Bewirtschaftungsvorgaben für Biodiversitätsflächen, damit zusätzliches Futterpotenzial genutzt werden kann.

Unterdessen pocht auch die zuständige Landesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP) mit Verweis auf den bereits vereinbarten Agrardiesel für 2027 und 2028 auf weitere Entlastungsmaßnahmen für 2026. Gerade in Zeiten zunehmender Wetterextreme brauche es "Sicherheit und Verlässlichkeit".

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 08.05.2026, 09:16, 08.05.2026, 04:00
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