Die Lage in Österreichs Dürre-Regionen bleibt angespannt - und die Nerven der Betroffenen liegen blank. "Schon ein Funke kann bei Trockenheit einen Brand auslösen", warnte der Österreichische Alpenverein (ÖAV) am Donnerstag (30.4.).
Die anhaltende Trockenheit sorgt in ganz Österreich für immer größere Probleme. Während in Kärnten und der Steiermark Waldbrände toben, schlagen Gemeinden in Tirol Alarm und rufen zum Wassersparen auf.
In der Steiermark macht sich die Trockenheit auch im Grundwasser bemerkbar. Experten warnen davor, Pools ohne Rücksprache zu befüllen - zu viele gleichzeitige Entnahmen könnten die Versorgung gefährden.
Auch die Landwirtschaft leidet massiv. Im Mühlviertel (OÖ) drohen Engpässe bei Futtermitteln. "Wenn es nicht bald regnet, fehlt das Wasser für das Gras", warnt Landwirt Manfred Wimberger im ORF.
In Niederösterreich wurde am Mittwoch in allen Bezirken die Waldbrandverordnung aktiviert. Offenes Feuer und Rauchen im Wald sind streng verboten - bei Verstößen drohen hohe Strafen. Die Waldbrandgefahr gilt als angespannt.
Im Kärntner Lesachtal kämpfen Einsatzkräfte seit Tagen gegen einen Großbrand. Viele Glutnester liegen tief im Boden, Auslöser des Brands war vermutlich eine weggeworfene Zigarette. Auch in Eisbach-Rein in der Steiermark ist die Lage weiter kritisch. Rund 250 Feuerwehrleute und mehrere Hubschrauber stehen im Einsatz.
Die Politik verweist auf Maßnahmen zur Brandbekämpfung und Prävention. So wurden Millionen in Ausrüstung investiert. Kritik kommt von Umweltschützern: Sie sehen Versäumnisse beim Klimaschutz und warnen vor einer weiteren Verschärfung der Lage.
Fakt ist: Ein Ende der Trockenheit ist nicht in Sicht - und mit jedem heißen Tag wächst die Gefahr neuer Waldbrände weiter.