Zahlreiche Gesundheitsrisiken

Gefährlicher Trend – Sportler greifen zu Nikotinbeuteln

Es ist ein äußerst gefährlicher Trend: Um leistungsfähiger zu sein, greifen Sportler zu Nikotinbeuteln. Experten warnen jetzt eindringlich davor.
Oberösterreich Heute
08.05.2026, 17:22
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"Heute" hat berichtet: Seine Abhängigkeit von Snus, wie die Beutelchen auch genannt werden, kostete einen Kärtner ein kleines Vermögen. "Ich habe grob überschlagen und sicher weit mehr als 60.000 Euro ausgegeben. Das ist ein Wahnsinn", sagt der Mann.

Trotz gesundheitlicher Probleme scheiterte er mehrmals daran, mit dem Konsum aufzuhören. Es gelang dem Betroffenen erst während einer Corona-Erkrankung, die Sucht zu überwinden.

Auch im Sport tauchen die kleinen Beutel immer öfter auf – sowohl im Hobby- als auch im Profibereich, berichtet der ORF. "Man merkt das schon, wenn man bei uns durch die Eishalle geht, dass überall mal wieder so ein Säckchen liegt", berichtet Robert Lukas, Nachwuchstrainer des Linzer Hockeyvereins Black Wings.

Es werde zunehmend zum Problem. Daher wird im Eishockey teilweise auch ein Snus-Verbot ausgesprochen. "Wirklich kontrollieren können wir das dann teilweise eh nicht, die Nachwuchs-Generation lässt sich nur wenig sagen", so Lukas. Dennoch macht man gemeinsam mit der OÖ-Krebshilfe auf die gesundheitlichen Auswirkungen aufmerksam.

Akut geben die Nikotinbeutel einen gewissen Fokus, erklärt Sportmediziner David Kiesl. "Man sieht, es kommt zu einer Steigerung der Koordination, man fühlt sich wacher." Das Problem: Langfristig machen sich die Auswirkungen bei den Sportlern bemerkbar – etwa in der Leistungsdiagnostik.

Zahlreiche Risiken

"Wenn man Vorleistungen vergleicht, dann bemerkt man schon eine deutlich höhere Herzfrequenz", so Kiesl. Langfristig würden durch die erhöhte Herzarbeit das Herz und der Kreislauf geschädigt.

Auch Unwohlsein, Schwindel, Erbrechen und Kopfschmerzen werden immer wieder als Symptome genannt. HNO-Experte Matthias Stadler vom Linzer Ordensklinikum der Barmherzigen Schwestern warnt vor einem weiteren Risiko: "Bei übermäßigem Konsum kann das zu Krebs und auch bis zum Zahnverlust führen."

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