"Heute" hat mehrfach berichtet: Die Umsatzsteuer auf Grundnahrungsmittel sinkt. Mit Juli werden auf bestimmte Waren nur mehr 4,9 statt wie bisher zehn Prozent eingehoben.
Zu den Produkten zählen u.a. Milch, Joghurt, Butter, Eier, Gemüse, Obst, Teigwaren und Brot. Die Maßnahme soll der inflationsgebeutelten Bevölkerung eine dringend nötige Entlastung bringen.
Angesichts dessen mögen Zahlen, die jetzt die OÖ-Landwirtschaftskammer veröffentlicht hat, viele verblüffen: Die Umsätze mit teureren Bioprodukten im Lebensmittelhandel stiegen im Vorjahr um 6,5 Prozent, die Absatzmengen um 2,3 Prozent. Das Wachstum war damit deutlich höher als am Gesamtmarkt.
Hohe Bio-Anteile (wertmäßig) wurden u.a. bei Trinkmilch und Frischgemüse (jeweils 24 Prozent), Mehl (30 Prozent) und Eiern (18 Prozent) erzielt. Insgesamt erreichten die jährlichen Ausgaben für Bio 2025 ein neues Rekordhoch: pro Haushalt durchschnittlich 359 Euro.
Beim Kauf rückt laut Kammer immer mehr das eigene Gesundheitsbewusstsein in den Fokus. Strenge Kontrollen würden Vertrauen schaffen. "Starke Motive für den Griff zum Bio-Produkt bleiben zudem aber auch Tierwohl und Nachhaltigkeit, der Geschmack sowie die Unterstützung der kleinstrukturierten Landwirtschaft", erklärt Bio-Austria-Landesobfrau Magdalena Barth.